Am Dienstag, dem 27. Oktober, 17 Uhr lädt das Umweltamt der Stadt Chemnitz Interessierte zu einer Filmvorführung in der Naturschutzstation Chemnitz, Adelsbergstraße 192, ein. Andreas Winkler vom NABU Erzgebirgsvorland/Limbach-Oberfrohna präsentiert den Naturfilm „Endlich(e) Vielfalt“. Der Eintritt ist kostenfrei.
Der Film zeigt die beeindruckende Vielfalt der Natur im Erzgebirge und den dramatischen Rückgang vieler Tierarten der „offenen“ Lebensräume. Das betrifft im Chemnitzer Raum die landwirtschaftlich geprägten und genutzten Flächen, die seit gut 150 Jahren zunehmend intensiver bewirtschaftet werden. Dahinter verbirgt sich der Einsatz großer Maschinen auf Monokulturen, Pestiziden und Argo-Chemikalien und anderes mehr.
Aus diesem Grund wurde 2026 das Rebhuhn vom NABU zum Vogel des Jahres gekürt. Es steht beispielhaft für Vogelarten der offenen Landschaften, die in den vergangenen 30 Jahren im Bestand sehr rückläufig sind und regional als „ausgestorben“ gelten. Seit den 1980er-Jahren ging der Bestand des Rebhuhns in Deutschland um fast 90 Prozent zurück. In Sachsen existieren aktuell nur noch Restbestände. In Chemnitz zählt das Rebhuhn seit über 20 Jahren als „ausgestorben“.
Der Naturfilm stellt diese Themen am Beispiel von mehreren Tierarten dar, verweist auf die Auswirkungen auf Menschen und gibt Lösungsansätze für ein dringend notwendiges Handeln.