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Pressestelle Stadt Chemnitz
Pressemitteilung: 586

Łódź erinnert an Auflösung des Ghettos Litzmannstadt

Gäste aus Chemnitz nehmen an der Trauerfeier zum 80. Jahrestag teil

Am Donnerstag, dem 29. August, erinnert die Chemnitzer Partnerstadt Łódź an den 80. Jahrestag der Auflösung des Ghettos Litzmannstadt.
Dr. Ruth Röcher, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Chemnitz und Cornelia Siegel, Leiterin der Abteilung Europäische und internationale Beziehungen, Protokoll der Stadt Chemnitz folgen der Einladung der Bürgermeisterin von Łódź, Hanna Zdanowska, und legen bei der offiziellen Trauerfeier Blumen und Kerzen nieder.

Unter anderem besuchen sie den jüdischen Friedhof und die Radegast Station, eine Gedenkstätte an der ehemaligen Bahnstation in Łódź, von der aus mehr als 150.000 Jüdinnen und Juden im Jahr 1944 in Konzentrationslager deportiert wurden.
Der 29. August ist dafür ein symbolisches Datum – im August 1944 wurden die letzten Bewohnerinnen und Bewohner des geschlossenen Bezirks von den deutschen Besatzern aus dem Ghetto Łódź nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Später wurde das Ghetto aufgelöst.

Seit 50 Jahren pflegen Łódź und Chemnitz eine Städtepartnerschaft. Aus Anlass des Jubiläums gab es gegenseitige Besuche von Vertreter:innen der Stadt Chemnitz und der Wirtschaft sowie eine Konzertreise des Städtischen Theaters Chemnitz nach Łódź.

Łódź war vor dem Krieg ein wichtiges Zentrum jüdischer Kultur, Wissenschaft und Handel. Heute ist die ehemalige Industriemetropole die viertgrößte Stadt Polens, hat die Nachnutzungen für ihre Industriefabriken erfolgreich umgesetzt und sich zu einem wichtigen Industrie-, Kultur-, und Kunstzentrum entwickelt.