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Pressestelle Stadt Chemnitz
Pressemitteilung: 809

Kurzfilm-Reihe erinnert an den Lebensweg von Justin Sonder

Alle Episoden sind nun online – Vorführung im Kino am 27. Januar geplant

Heute ist der dritte Teil der dreiteiligen Kurzfilm-Reihe zum Lebensweg von Justin Sonder erschienen. Alle Episoden sind unter www.chemnitz.de/justinsonder zu sehen und erzählen vom Leben und Leidensweg des verstorbenen Ehrenbürgers sowie den heutigen Bestrebungen, sein Lebenswerk zu ehren.

Die erste Episode beschreibt die Kindheit von Justin Sonder in Chemnitz, die überschattet ist von der immer stärker werdenden Ausgrenzung von Juden aus dem gesellschaftlichen Alltag. Von dieser Zeit und seinem anschließenden Leidensweg im Konzentrationslager Auschwitz hat Justin Sonder immer wieder vor Schulklassen berichtet. Auch in der zweiten Episode wird dieses dunkle Kapitel der deutschen Geschichte aus Sicht von Justin Sonders Erlebnissen beschrieben.

Die dritte Episode schließt die Reihe nun ab. Sie fragt „Was bleibt nach dem Tod von Justin Sonder?“ und widmet sich dem Gedenkprojekt „Eine Bank für Justin Sonder“, das das Internationale Auschwitz Komitee und die Stadt Chemnitz gemeinsam umgesetzt haben. Damit ist auf dem Brühl ein einmaliger Erinnerungsort entstanden, an dem man sich zu Justin Sonder setzen und mit ihm ins Gespräch kommen kann.

Zu Wort kommen in dem Film zahlreiche Wegbegleiter:innen: Christoph Heubner, Initiator des Gedenkprojektes, Kerstin Claus, Tochter von Justin Sonder, Historiker Dr. Jürgen Nitsche, Lehrer Wolfgang Langer*, Enrico Hilbert, Freund und Vorsitzender des VVN-BdA, sowie die Künstlerin Julia Kausch.

Doch vieles erzählt Justin Sonder auch selbst. Im Jahr 2017 wurde mit ihm ein ausführliches Interview geführt. Teile daraus wurden in dem Film „Kinder im Krieg“ veröffentlicht, der sich mit den Kriegserlebnissen Chemnitzer Kinder um 1945 beschäftigt. Dieser Film wurde am 5. März 2018 erstmals der Öffentlichkeit gezeigt und wurde – wie die aktuellen Kurzfilme auch – im Auftrag der Stadt Chemnitz von der Chemnitzer Produktionsfirma Red Tower Films produziert.

Am Holocaust-Gedenktag, dem 27. Januar 2025, 80 Jahre nach der Befreiung des KZ Auschwitz, soll eine Kinoversion der dreiteiligen Serie in Chemnitz zu sehen sein.

Die Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes. Es fließen Fördermittel des Freistaates Sachsen über die Richtlinie „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“.

*PM geändert am 29.11.2024