Im Stadtteil Rabenstein: 900 Büsche und Sträucher und über 90 Bäume werden neu gepflanzt
Grünflächenamt beginnt mit umfangreichen landschaftsgärtnerischen Arbeiten - rund 240.000 Euro werden bis Sommer 2013 investiert in Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für den Ausbau der Zschopauer Straße
Nach den vorbereitenden Vermessungs- und Absteckarbeiten beginnen Anfang der 44. Kalenderwoche die Arbeiten vor Ort zuerst mit Auslichtungsmaßnahmen am vorhandenen Gehölzbestand. Dabei werden u. a. Totholz ausgeschnitten und vier abgestorbene Eschen (Straßenbäume) gefällt, es erfolgen Arbeiten zum teilweisen Flächenumbruch auf dem Flurstück sowie Absteckarbeiten. Ab Anfang November schließen sich die Hauptbauleistungen an, die bis Sommer 2013 beendet werden sollen.
Geplant wurde die umfangreiche Maßnahme zur Aufwertung des Gebietes unter naturschutzfachlichen Gesichtspunkten in Verantwortung des federführenden Grünflächenamtes in Zusammenarbeit mit der Naturschutzbehörde im Umweltamt. Ziel ist, ein in der ausgewählten Fläche bereits vorhandenes natürliches Feuchtgebiet durch die nun vorgenommene Erweiterung und die auf dem Areal vorgenommene Einsaat zu einem extensiven Feuchtgrünlandkomplex – so der Fachbegriff aus der Landschaftspflege - auszudehnen. Geschaffen werden dabei – hier als offener Graben - auch die Voraussetzungen für eine natürliche Gewässerentwicklung: Für die so genannte Vernässung des Areals werden ca. 440 Meter offene Gräben und zwei wechselfeuchte Erdmulden neu angelegt. Vorgesehen ist die Anlage von Feldgehölzhecken mit der Pflanzung von insgesamt 900 Stammbüschen, Heistern (ca. 1,25 bis 2,50 m hohe Laubbäume) und Sträuchern - zum Beispiel Wildbirne, Haselnuss, Weide, Schlehe, Wildrose und Himbeere. Neu gepflanzt werden außerdem auch im Straßenrandbereich der Röhrsdorfer Straße insgesamt 93 Bäume (Vogelkirsche und Holzbirne).
Die Pflanzarbeiten sollen voraussichtlich ab Mitte/Ende November 2012 beginnen.
Beauftragt mit der Planung, Realisierung und örtlichen Bauüberwachung der umfangreichen landschaftsgärtnerischen Maßnahme wurde die Landschaftsarchitektin Petra Rosenblatt aus Hainichen. Die Bauausführung nach öffentlicher Ausschreibung übernimmt die ortsansässige Fa. Garten- und Landschaftsbau Gert Findeklee aus Chemnitz Röhrsdorf.
Die Pflegeleistungen für die neu angelegten Flächen werden durch die bauausführende Firma bis Herbst 2014 fortgesetzt.
Insgesamt werden durch die Stadt Chemnitz für Planung, Bau und Pflege dieser Ausgleichsmaßnahme rund 240.000 Euro investiert.