Am Freitag, dem 14. März, 18 Uhr sind Interessierte zur Präsentation des Fossil des Jahres 2025 in einer neuen Sonderausstellung im Museum für Naturkunde Chemnitz, in der 1. Etage des TIETZ, Moritzstraße 20 eingeladen. Der Eintritt ist kostenfrei.
Als Fossil des Jahres 2025 wählte die Paläontologische Gesellschaft die fossile Hai-Eikapsel Fayolia sterzeliana aus dem Unterkarbon von Chemnitz-Borna und Chemnitz-Glösa.
Das Vorkommen im Norden von Chemnitz hat noch mehr Sensationsfunde geliefert, darunter den ältesten Nachweis des Riesenhundertfüßers Arthropleura und den ältesten Vierbeiner-Rest Deutschlands. Auch die Haifischeier, die von zwei verschiedenen Arten von Süßwasserhaien stammen, sind die ältesten Funde des Typs.
Eröffnet wird die Sonderausstellung wird mit einem Grußwort des Präsidenten der Paläontologischen Gesellschaft, Prof. Dr. Alexander Nützel. Vorträge von Prof. Dr. Jürgen Kriwet aus Wien und Dr. Jan Fischer aus der Pfalz – beides ausgewiesene Experten für Haie und Hai-Eikapseln – führen populärwissenschaftlich in die Thematik ein.
Die Sonderausstellung zeigt den Lebensraum aus der Zeit von vor 330 Millionen Jahren (und damit 40 Millionen Jahre vor dem Versteinerten Wald), als Chemnitz nicht nur am Äquator, sondern auch auf der Südhalbkugel lag.
Musik, Snacks und Getränke sorgen während der Veranstaltung für ein aufgelockertes Ambiente.
Die Präsentation bildet den Auftakt für das 50. Jahrestreffen des Arbeitskreises Wirbeltierpaläontologie in der Paläontologischen Gesellschaft, das am 15. und 16. März am Museum für Naturkunde stattfindet.
Hintergrund
Die Paläontologische Gesellschaft zeichnet jedes Jahr besondere Fossilien mit dem Titel „Fossil des Jahres“ aus. Damit wird nicht nur ihre Bedeutung für die Wissenschaft hervorgehoben, sondern auch Personen und Institutionen gewürdigt, die diese Fossilien finden, erforschen und ausstellen.