Herausgeber:
Pressestelle Stadt Chemnitz
Pressemitteilung: 412

Erinnern an den Volksaufstand in der DDR

Gedenkveranstaltung am 17. Juni, 11 Uhr – Mahnmal für die Opfer des Stalinismus, Hohe Straße 23

Am Dienstag, dem 17. Juni 2025, 11 Uhr erinnert die Stadt Chemnitz gemeinsam mit Vereinigung der Opfer des Stalinismus e. V. und dem Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis an der Gedenkstele auf dem Areal gegenüber dem Landgericht, Hohe Straße 23, an den Volksaufstand in der DDR im Jahre 1953. 

Interessierte Bürger:innen sowie Vertreter:innen der Medien sind dazu eingeladen. 

Neben Oberbürgermeister Sven Schulze werden Dr. Martin Böttger, Bürgerrechtler und Mitgestalter der friedlichen Revolution, und Superintendent Frank Manneschmidt Grußworte an die Gäste richten. Ebenso wird Sabine Popp als Zeitzeugin von ihren persönlichen Erfahrungen berichten. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung von einem Trompetentrio der Städtischen Musikschule Chemnitz.

Im Anschluss besteht für Schulklassen ab Jahrgangsstufe 10 die Möglichkeit, den Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis zu besuchen, es sind noch Restplätze vorhanden. Eine Anmeldung ist erforderlich unter protokoll(at)stadt-chemnitz.de

Die Verwaltungsgebäude der Stadt Chemnitz werden an diesem Tag entsprechend beflaggt sein.


Hintergrund

Die Gedenkveranstaltung ist den Verfolgten und Opfern in der Sowjetischen Besatzungszone in den Jahren 1945 bis 1949 und späteren DDR sowie allen Opfern von stalinistisch geprägten Diktaturen nach 1945 gewidmet. Um den 17. Juni 1953 herum kam es in fast allen ostdeutschen Städten zu zahlreichen Streiks, Massen-Demonstrationen und politischen Protesten, die zu blutigen Auseinandersetzungen mit den DDR-Sicherheitskräften führten und gewaltsam durch Militär und Polizei beendet wurden.