Herausgeber:
Pressestelle Stadt Chemnitz
Pressemitteilung: 434

Ein Jahr Welcome Center Chemnitz

Positive Zwischenbilanz und zunehmendes Interesse

Vor einem Jahr, am 18. Juni 2024, wurde das Welcome Center Chemnitz im Bürgeramt als zentrale Anlauf- und Servicestelle für Fachkräfte, Rückkehrer:innen, Studienabsolvent:innen und Zuzügler aus dem In- und Ausland eröffnet. Es bietet Hilfe beim Ankommen, Leben und Arbeiten in Chemnitz und steht regionalen Unternehmen bei der Integration internationaler Mitarbeitender beratend zur Seite. Heute zieht das Team eine positive Bilanz.

In diesem ersten Jahr lag der Schwerpunkt vor allem auf dem Ausbau des breit gefächerten Beratungsangebots und dem Bekanntwerden durch gezielte Netzwerkarbeit und Marketing. Dazu lief unter anderem eine überregionale Werbekampagne. Zudem wurde der Fachkräfte-Film „Welcome to Chemnitz“ produziert, um Fachkräfte aus dem In- und Ausland für Chemnitz als attraktiven Lebens- und Arbeitsort zu begeistern.

Inzwischen hat sich das Welcome Center als erste Adresse für Neuankömmlinge in der Stadt etabliert. So fanden bisher 300 Beratungen statt – sowohl mit Fach- und Arbeitskräften aus 43 Ländern als auch direkt mit (künftigen) Arbeitgeber:innen. Und die Nachfrage nimmt stetig zu. Besonders häufig suchten internationale akademische Fachkräfte aus den Bereichen Technik, Wirtschaft, Naturwissenschaften, Medizin und IT die Unterstützung der Beraterinnen auf.

Im Fokus der Beratungen standen dabei Fragen zum Arbeitsmarkt und den beruflichen Perspektiven in Chemnitz, z. B. nach Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Jobportalen und passenden Stellenangeboten. Besonders gefragt sind auch Informationen zur beruflichen Anerkennung, zu Sprachkursangeboten sowie zu Freizeit- und Kontaktmöglichkeiten über Vereine und interkulturelle Initiativen. Die persönliche Unterstützung im Welcome Center reicht von praktischen Tipps bis hin zur Vermittlung an relevante Fachstellen, Kooperationspartnern und Programmen in Chemnitz. Es erfüllt damit eine Lotsenfunktion, um Zugewanderte gezielt beim Ankommen, Orientieren und Bleiben zu unterstützen.

Projektkoordinatorin Maria Alexander: „Die positiven Rückmeldungen zeigen, wie wichtig eine niedrigschwellige Anlaufstelle und ganzheitliche Begleitung von Anfang an ist. Unsere Beratung bündelt alle wichtigen Informationen zur beruflichen und sozialen Integration aus einer Hand und begleitet die ersten Schritte des Einlebens.“

Daneben werden Unternehmen bei der Einstellung und Integration internationaler Mitarbeiter:innen und deren Familien unterstützt. Die Mitarbeiterinnen des Welcome Centers begleiten die Wohnungssuche und den Umzug, koordinieren die ersten Schritte und Behördengänge und helfen bei der Anmeldung von Kinderbetreuung und Schule. Dazu wird eng mit anderen Abteilungen wie der Ausländerbehörde, der Meldebehörde oder dem Jugendamt zusammengearbeitet.

Ergänzt wird das Angebot im Welcome Center durch weitere Fachberatungsstellen des IQ Netzwerk Sachsen, wie der Anerkennungsberatung zu ausländischen Qualifikationen durch die IBAS-Beratungsstelle oder dem Fachinformationszentrum Zuwanderung, das Unternehmen zur Zuwanderung und Beschäftigung internationaler Fach- und Arbeitskräfte berät.

Angesichts der wachsenden Nachfrage plant das Welcome Center den weiteren Ausbau seiner Angebote – sowohl digital als auch vor Ort. Geplant sind unter anderem Info- und Netzwerkveranstaltungen für Unternehmen und internationale Fachkräfte sowie eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit. Ziel bleibt es, Menschen aus dem In- und Ausland eine Perspektive in Chemnitz zu bieten – und Unternehmen nachhaltig bei der Fachkräftegewinnung zu unterstützen.

Kontakt:

Welcome Center Chemnitz

Bürgerhaus Am Wall, Düsseldorfer Platz 1

Eingang Richard-Möbius-Straße (1.OG)

Telefon: 0371 488-3390

E-Mail: welcome-center(at)stadt-chemnitz.de 

www.chemnitz.de/welcomecenter


Beratungszeiten: montags und dienstags von 9 bis 12 Uhr, donnerstags von 14 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung

Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.