Oberbürgermeister Sven Schulze hat heute während seines Neujahrsempfangs den Chemnitzer Ehrentaler an fünf Persönlichkeiten sowie eine Gruppe verliehen. Diese Menschen zeichnen sich durch ihr herausragendes ehrenamtliches Engagement im Rettungsdienst, im Zuge der Kulturhauptstadt, in der inklusiven Sportförderung, in der Jugendarbeit und für den zivilgesellschaftlichen Zusammenhalt aus.
Der Chemnitzer Ehrentaler wurde zum dritten Mal verliehen. Oberbürgermeister Sven Schulze: „Der Ehrentaler geht an Menschen, die sich mit Energie und Leidenschaft für unsere Stadt und die Chemnitzerinnen und Chemnitzer einsetzen und damit weit mehr leisten, als man erwarten kann. Sie sind es, die Chemnitz zusammenhalten. Sie geben unserer Stadt Gesicht, Haltung und Wärme. Sie sind das Fundament einer starken Stadtgesellschaft.“
Folgende Personen wurden ausgezeichnet:
Felix Birkner erhält den Ehrentaler für sein fast 20 Jahre andauerndes ehrenamtliches Engagement bei der Wasserrettungsgruppe Chemnitz. Im Rettungs- und Sanitätsdienst sicherte er zahlreiche Veranstaltungen nicht zuletzt im Kulturhauptstadtjahr ab und trug damit maßgeblich zur Sicherheit der Teilnehmer:innen bei.
Daniel Dost wird für seine ehrenamtliche Tätigkeit im Buntmacher*innen e. V. ausgezeichnet. Als Gründer dieser zivilgesellschaftlichen Initiative setzt er Beteiligungsformate wie die Lichterwege oder „Das demokratische Chemnitz liest!“ in Gedenken an die Bücherverbrennungen durch die Nationalsozialisten 1933 um und stärkt damit das Demokratieverständnis in Chemnitz.
Gerald Richter setzt sich ebenfalls für Demokratie und Frieden ein und ist dabei vor allem in der Bürgerinitiative Aktion C tätig. Mit dem Projekt Friedensbanner leistet er einen großen Beitrag für eine friedvolle Stadtgesellschaft, fördert eine lebendige Friedenskultur und bindet dabei aktiv junge Menschen ein.
Kerstin Stopp setzt sich seit mehr als 40 Jahren für Menschen mit Behinderungen ein und engagiert sich vor allem für einen inklusiven Sport in Chemnitz. Im Verein zur Förderung von Integration durch Sport trägt sie dazu bei, dass Menschen mit und ohne Behinderung im Alltag zusammenkommen und sorgt damit für mehr gegenseitige Akzeptanz in der Gesellschaft.
Feline Weltz kümmert sich um die Belange junger Menschen in der Stadt. Als langjähriges Mitglied im Chemnitzer Jugendforum setzt sie sich mit viel Eigeninitiative für das gesellschaftliche Miteinander ein und fördert dabei wichtige Beteiligungsprozesse.
Die Volunteers der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 haben durch ihre ehrenamtlichen Einsätze ein besonderes Jahr möglich gemacht. Durch die Bereitschaft, die Zuverlässigkeit und den unermüdlichen Einsatz haben sie maßgeblich zum reibungslosen Ablauf und zur erfolgreichen Durchführung der Events im Jahr 2025 beigetragen. Stellvertretend für die rund 1300 Volunteers nahmen Christina Fischer-Ullrich, Antonia Melzer und Danny Kollwitz den Ehrentaler entgegen.*
Rückblick und Ausblick
Zum Neujahrsempfang begrüßte Oberbürgermeister Sven Schulze rund 300 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. In seiner Rede erinnerte er an das für Chemnitz bedeutende Kulturhauptstadtjahr 2025: „Es war ein einziger großer, gemeinsamer Moment. Einer, der gezeigt hat, wie viel Mut, Kreativität und Zusammenhalt in dieser Stadt und in der Region stecken – wenn wir uns nur trauen, ihn sichtbar zu machen. Dieses ‚Wir gestalten unsere Stadt selber und warten nicht darauf, dass uns jemand sagt, was wir machen sollen‘ – das ist vielleicht das wertvollste Vermächtnis von 2025.“ Im anstehenden Jahr, das für Chemnitz ein Brückenjahr sein wird, gelte es nun, das Erreichte zu sichern und Strukturen zu verstetigen.
Zu Beginn des neuen Jahres nannte Oberbürgermeister Sven Schulze als großes Bauprojekt den weiteren Ausbau des Chemnitzer Modells im Stadtzentrum und betonte die Bedeutung der Infrastrukturmittel des Bundes, mit denen über einen Zeitraum von zwölf Jahren der Stadt Chemnitz jährlich rund 8,8 Mio. Euro zur Verfügung stehen werden. Weitere rund fünf Mio. Euro gibt es über Förderprogramme für Straßen, Brücken und Schulbau. Der Stadtrat wird im ersten Halbjahr darüber entscheiden, wofür die Gelder in den ersten vier Jahren verwendet werden.
Mit Blick auf die anstehenden Haushaltsberatungen für die Jahre 2027 und 2028 mahnte Oberbürgermeister Sven Schulze darüber hinaus zu Ehrlichkeit und verantwortungsvoller Kommunalpolitik sowie einen respektvollen Umgang in den Debatten.
*geändert am 14.01.2026