Am heutigen Montag ging die letzte interaktive Tafel in Chemnitz an den Start, die aus dem Digitalpakt Schule finanziert wurde. Die Tafel wurde von Bürgermeister Ralph Burghart in Betrieb genommen.
Durch den Digitalpakt Schule konnte an den Chemnitzer Schulen ein flächendeckendes WLAN installiert werden. Mittlerweile sind ca. 13.000 mobile Endgeräte und ca. 2.000 digitale Anzeigesysteme in den Schulen im Einsatz. Die vom Schulrechenzentrum zu betreuende Geräteanzahl erhöhte sich mit dem Digitalpakt von 8.500 (2018) auf 25.000 (2024).
Digitalpakt Schule
Von 2019 bis 2024 stellte der Bund 5 Mrd. Euro für Investitionen in die digitale Bildungsinfrastruktur zur Verfügung. Im Jahr 2020 kamen, bedingt durch die Corona-Pandemie, weitere 1,5 Mrd. Euro dazu. Ziel des Digitalpaktes ist der flächendeckende Aufbau einer zeitgemäßen digitalen Bildungsinfrastruktur. Die Länder verpflichteten sich, digitale Bildung mittels pädagogischen Konzepten, Anpassung von Lehrplänen und Umgestaltung der Lehrerausbildung und -weiterbildung umzusetzen.
In Sachsen bildete die Richtlinie Digitale Schulen die Grundlage. Danach erhielt die Stadt Chemnitz – Schulträgerin von 84 Schulen – eine Zuwendung in Höhe von rund 12,5 Mio. Euro. Weitere über den Digitalpakt geförderte Projekte sowie die aufgestockten Bundesmittel aus dem Jahr 2020 erhöhten die Zuschüsse um weitere 5,5 Mio. Euro auf insgesamt 18 Mio. Euro. Neben den Bundesmitteln finanzierte die Stadt Chemnitz einen Eigenanteil von 1,2 Mio. Euro im Bereich der Ausstattungen und 3,2 Mio. Euro im Bereich des gebäudeseitigen Datennetzausbaus.
20 Jahre Schulrechenzentrum SyS-C
Zunehmende Technik in Schulen benötigt fachmännische Administration. Diese Aufgabe übernimmt das Schulamt der Stadt Chemnitz mit dem Team des Schulrechenzentrums. Im Zuge dessen entwickelten die TU Chemnitz, die AG Lehrer und verschiedene Unternehmen zwischen 2004 und 2007 für die Stadt Chemnitz eine Systemlösung für deren Schulen zur Unterstützung des fachübergreifenden Einsatzes neuer Medien. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie der Europäische Sozialfonds förderten die Lösung als eines von vier Projekten. Das daraus entstandene Team des Schulrechenzentrums, kurz SyS-C, regelt heute den Betrieb der IT-Infrastruktur an den kommunalen Chemnitzer Schulen.
Hauptbestandteil sind die zentrale Nutzerverwaltung sowie die daran gekoppelten Dienste. Das gesamte System ist darauf ausgelegt, den speziellen Belangen des schulischen Alltags Rechnung zu tragen und pädagogische Kräfte von administrativen Aufgaben zu entlasten.
Im Jahr 2009 erhielt die Stadt Chemnitz dafür den Innovationspreis Public Private Partnership. Heute sorgen 14 Mitarbeiter:innen für den laufenden Betrieb, unterstützt von den Pädagogischen IT-Koordinator:innen in den Schulen. Die Lösung hat auch heute noch Referenzcharakter in Deutschland.
100 Jahre Medienpädagogisches Zentrum
Das Medienpädagogische Zentrum (MPZ) ist eine kommunale Einrichtung der Stadt Chemnitz. Es besteht seit nunmehr 100 Jahren und dient der Unterstützung von Medienbildung und Digitalisierung an Schulen. Pädagogisch abgeordnete Lehrkräfte, die auf ihre schulische Praxisnähe setzen können, vermitteln dort in Fortbildungen und Beratungen ihr fundiertes Fachwissen an Lehrer:innen und Erzieher:innen. Sie unterstützen Schulen und Kindertageseinrichtungen bei der praktischen Medienarbeit, sie beraten Schulen bei der technischen Ausstattung und beim Erstellen von Medienbildungskonzepten und unterstützen beim Planen und Durchführen von Projekten und medienpädagogischen Tagen.
In Sachsen gibt es 13 Medienpädagogische Zentren.