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Pressestelle Stadt Chemnitz
Pressemitteilung: 392

Dem Wolf im Erzgebirge auf der Spur

Museum für Naturkunde: Eröffnung einer Mini-Ausstellung am 16. Juni, 10 Uhr

Rüde des „Marienberg-Territoriums“ im August 2022, aufgenommen mit einer automatischen Wildtierkamera
Foto: Sven Erlacher

Am Freitag, dem 16. Juni, 10 Uhr wird im Museum für Naturkunde Chemnitz im TIETZ eine kleine Ausstellung über das gleichermaßen polarisierende wie faszinierende Wildtier Wolf eröffnet. Kurator Sven Erlacher wird die neue Highlight-Vitrine in der Dauerausstellung des Museums erläutern und für Auskünfte zur Verfügung stehen. Vertreter:innen der Medien sind herzlich eingeladen.

Seit 2019 unterstützt das Museum für Naturkunde Chemnitz das wissenschaftliche Monitoring zum Wolf in Westsachsen. Dabei sollen Hinweise auf Wolfsvorkommen in der Region dokumentiert und Informationen zeitnah veröffentlicht werden.

Die Mini-Ausstellung zeigt, warum und wie sich das Museum mit dem Wolf beschäftigt, welche Werkzeuge beim Monitoring zum Einsatz kommen und wie man Hinweise auf Wolfsvorkommen entdecken kann. Außerdem gibt es zehn originelle Fakten zum Wolf, die mit populären Irrtümern und Vorurteilen brechen. Erstmals sind auch die besten Videoaufnahmen von erzgebirgischen Wölfen zu sehen, die beim Monitoring entstanden sind.

Wölfe wurden in Mitteleuropa im 19. Jahrhundert flächendeckend ausgerottet. Nachdem sie unter Schutz gestellt wurden, kehren die Wölfe seit der Jahrtausendwende allmählich in ihre ehemaligen Gebiete zurück. Während in der Lausitz inzwischen eine Sättigung der Wolfsdichte erreicht sein dürfte, hat die Rückkehr dieser Tierart nach Westsachsen gerade erst begonnen. Obwohl der Wolf in der vom Menschen dominierten Kulturlandschaft gut zurechtkommt, werden zuerst die naturnahen und ruhigen Lebensräume entlang des Erzgebirgskammes besiedelt. Aktuell gibt es hier bereits fünf grenzüberschreitende Territorien.