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Pressestelle Stadt Chemnitz
Pressemitteilung: 669

Chemnitz sucht den Igel

Umweltamt ruft zur Meldung von Igel-Beobachtungen in Chemnitz auf

Zu sehen ist ein Igel, der über eine Wiese läuft.
Igel sind immer seltener zu entdecken. Foto: Pixabay
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Das Umweltamt der Stadt Chemnitz ruft alle Chemnitzer:innen auf, bis zum Ende September 2026 Igel zu beobachten und dies im Beteiligungsportal unter Chemnitz sucht den Igel zu melden. Hintergrund ist, dass immer weniger heimische Igel verzeichnet werden. Um die Ursachen des Rückgangs zu erkennen und um Schutzinitiativen für Igel zu verbessern, ist es erforderlich, die Igelpopulation in Chemnitz über ein Jahr lang zu erfassen. Je mehr Meldungen eingehen, umso besser ist der Überblick.

Der Igel lebt in der unmittelbaren Nachbarschaft, doch immer seltener werden die Tiere beobachtet. Das liegt zum einen an ihrer dämmerungs- und nachtaktiven Lebensweise. Zum anderen sind die Igelpopulationen in ganz Europa stark zurückgegangen. Auf der im Jahr 2024 aktualisierten internationalen Rote Liste wird der Igel erstmals als „potenziell gefährdet“ eingestuft. 

Die Ursachen für den Rückgang des Igels sind vielfältig. Einer der wichtigsten Gründe sind neben der Gefahr durch den Straßenverkehr vor allem fehlende Insekten als Hauptnahrungsgrundlage. Aber auch der Lebensraumverlust durch fehlende Versteckmöglichkeiten und zu intensive Gartenpflege sowie der nächtliche Einsatz von Mährobotern führen zum Rückgang des Igels.

Die Stadt Chemnitz hat deshalb bereits den Betrieb von Mährobotern in der Nacht eingeschränkt. Die Allgemeinverfügung_Nächtliches_Mähverbot ist seit 12. Juni 2025 in Kraft.

Artenvielfalt im Garten

Der heimische Garten ist nicht nur eine Erholungsfläche für Menschen, er kann auch einen entscheidenden Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten. Zum Schutz von Igeln und anderen Kleintieren können folgende Punkte im eigenen Garten beachtet werden:

- vorsichtiges und bedächtiges Vorgehen bei Gartenarbeiten,

- Verzicht auf den Einsatz von Chemie und Pflanzenschutzmitteln, 

- Rückzugsorte schaffen, indem Laub, Totholz- und Reisighaufen nicht entfernt oder bewusst angelegt werden,

- heimische Pflanzen und Gehölze anpflanzen,

- Blühwiesen anlegen oder beim Mähen einen Teil der Wiese stehen lassen.

Mit einer bewussten Herangehensweise kann der eigene Garten gepflegt und gleichzeitig heimischen Wildtieren ein Lebensraum geboten werden.

Mehr Informationen zu einem igelfreundlichen Garten unter Stadt Chemnitz_Igelschutz.