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Pressestelle Stadt Chemnitz
Pressemitteilung: 40

Chemnitz gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus

Kranzniederlegung im Park der Opfer des Faschismus am 27. Januar, 10 Uhr

Anlässlich des bundesweiten Gedenktags für die Opfer des Nationalsozialismus und die über 60 Millionen während der faschistischen Gewaltherrschaft ermordeten Menschen findet am Dienstag, dem 27. Januar, 10 Uhr eine öffentliche Gedenkveranstaltung am Mahnmal im Park der Opfer des Faschismus statt, zu der alle Chemnitzer:innen eingeladen sind.

Vertreter:innen der Medien sind ebenfalls dazu eingeladen. 

Oberbürgermeister Sven Schulze, weitere Vertreter:innen der Stadt Chemnitz sowie der Stadtratsfraktionen gehen vom Rondell vor dem Georgius-Agricola-Gymnasium Chemnitz zum Mahnmal und legen Kränze nieder. 

Oberbürgermeister Sven Schulze und Dr. Harald Langenfeld, Honorarkonsul der Republik Frankreich im Freistaat Sachsen, werden Gedenkreden halten.

Kulturell und musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung von Schülerinnen und Schülern des Georgius-Agricola-Gymnasiums und der Musikschule am Thomas-Mann-Platz. 

Im Anschluss an die Kranzniederlegung haben Besucher:innen die Möglichkeit, den Film „Justin Sonder“ im Metropol-Kino anzuschauen, Beginn ist 11.30 Uhr. Die Teilnahme ist kostenfrei. 

Justin Sonder, verstorbener Chemnitzer Ehrenbürger und Auschwitz-Überlebender, berichtet in einem bewegenden Interview von seiner Zeit im Konzentrationslager. Wegbegleiter:innen, u. a. seine Tochter, Freunde und Historiker kommen zu Wort. 

Hintergrund: 
Seit Kriegsende wird in Karl-Marx-Stadt/Chemnitz der Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft gedacht. Am 27. Januar 1945 befreiten sowjetische Truppen das Konzentrationsund Vernichtungslager Auschwitz. Einer Initiative des früheren Bundespräsidenten Roman Herzog folgend gilt in der Bundesrepublik Deutschland seit 1996 der 27. Januar als Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus.