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Pressestelle Stadt Chemnitz
Pressemitteilung: 579

Blick nach Russland: Drei Vorträge erkunden das Land und seine Geschichte

Volkshochschule: Vortragsreihe – Start am 1. September, 18.30 Uhr, TIETZ

Im September und Oktober 2025 lädt die Volkshochschule Chemnitz zu einer Reihe von Vortragsveranstaltungen ein, die sich der Geschichte Russlands und seiner Nachbarn sowie der aktuellen politischen Lage im Land widmen. Dazu gehören journalistische Einblicke und historische Analysen. 

Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenfrei. Die Veranstaltungen finden online oder in der Volkshochschule im TIETZ statt. Eine Anmeldung wird bis zum jeweiligen Veranstaltungstag unter www.vhs-chemnitz.de oder telefonisch unter 0371 488 4343 empfohlen.

Am Montag, dem 1. September 2025, 18.30 Uhr schildert die Journalistin Christina Hebel die Eindrücke ihrer Arbeit in Russland und beleuchtet dabei vor allem die Veränderungen seit der Zuspitzung des Ukraine-Konflikts. Die Referentin berichtet für den SPIEGEL seit mehr als acht Jahren aus Russland und leitet seit April 2022 das Büro des SPIEGEL in Moskau. Sie geht u. a. der Frage nach, wie Journalistinnen und Journalisten im Land arbeiten, unter welchen Bedingungen sie reisen und recherchieren können. Wie sieht die journalistische Arbeit vor Ort aus?

Die Veranstaltung findet online statt. Die Anmeldung ist bis 12 Uhr am Veranstaltungstag unter dem Link zur Veranstaltung möglich. Ein Zugangs-Link wird danach per E-Mail verschickt. 

Am Dienstag, dem 9. September 2025, 19 Uhr vermittelt der Historiker Prof. Dr. Jörg Baberowskieine historische Sicht auf Russlands Entwicklung zur Zeit des Zarenreiches im Veranstaltungssaal des TIETZ. Der Professor für die Geschichte Osteuropas an der Humboldt-Universität Berlin und Autor zahlreicher Bücher und Aufsätze liest aus seinem Buch „Der sterbliche Gott. Macht und Herrschaft im Zarenreich“, das 2024 veröffentlicht wurde. Er gibt einen Einblick in die Geschichte Russlands aus der Perspektive der Herrschaft und ihrer Zwänge. 

Die Inszenierung der russischen Herrscher als mächtige Autokraten, so seine These, versuchte das fragile Gebilde, das sich dahinter befand, zu verschleiern. Wie aber gelang es den Zaren und ihrer Bürokratie, ein multiethnisches, schwach integriertes Imperium über zwei Jahrhunderte erfolgreich zusammenzuhalten? Wie beeinflusst dies den Brückenschlag zum gegenwärtigen Russland?

Die Anmeldung und weitere Informationen zum Kurs unter dem Link zur Veranstaltung

Am Mittwoch, dem 1. Oktober 2025, ab 19 Uhr gibt der ZEIT-Journalist und Historiker Michael Thumann Einblicke in sein Buch „Eisiges Schweigen flussabwärts. Eine Reise von Moskau nach Berlin“. Der im Frühjahr 2025 veröffentlichte Reisebericht enthält u. a. Stationen in Georgien und den Baltischen Staaten. 

Michael Thumann bindet persönliche Erfahrungen und Eindrücke in die Reportage ein: Vor 40 Jahren begann er sein Studium der osteuropäischen Geschichte, wodurch er 1986 erstmals nach Moskau reiste. Im Rahmen seiner Tätigkeit als Osteuropakorrespondent für die ZEIT kehrte er seitdem immer wieder dorthin zurück. 

In seinem Buch fragt der Autor, wie sich die Hintergründe der aktuellen russischen Politik und des Krieges in der Ukraine verstehen lassen. Dabei bindet er auch die Perspektive der Nachbarstaaten und historische Rückblenden ein. Im Rahmen der Lesung möchte Michael Thumann dazu ins Gespräch kommen. 

Die Anmeldung und weitere Informationen zum Kurs unter dem Link zur Veranstaltung