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Pressestelle Stadt Chemnitz
Pressemitteilung: 107

Ausgleichspflanzungen für Premiumradweg beginnen

Für Fällungen am neuen Radweg gibts es Pflanzungen am Hartweg. Foto: Walter Müller-Wähner
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In dieser Woche beginnen – abhängig vom Wetter – die Arbeiten für sogenannte Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, die bei der Planung für den Premiumradweg vom Küchwald nach Wüstenbrand für die einzelnen Bauabschnitte in Folge einer Eingriffsbilanzierung nach Naturschutzrecht festgelegt wurden. 

Als Ausgleich wird eine zuvor landwirtschaftlich genutzte Fläche auf dem Flurstück 120 der Gemarkung Neustadt – einem Gebiet östlich der A72, begrenzt im Norden durch den Harthweg und im Süden durch den Radweg D4, Sächsische Städteroute – in Teilen aufgeforstet. 

Insgesamt werden dort 8.069 Gehölze gepflanzt, die sich auf die verschiedenen Arten wie folgt verteilen:

Für den Waldsaum – Strauchgürtel: 
483 x Weißdorn (Crataegus monogyna) 
483 x Gewöhnliche Schlehe (Prunus spinosa ssp. Spinose) 
488 x Gewöhnliche Traubenkirsche (Prunus padus) 
362 x Gewöhnliche Eberesche (Sorbus aucuparia ssp. Aucuparia) 
286 x Europäisches Pfaffenhütchen (Euonymus europaea) 
407 x Hunds-Rose (Rosa canina) 
Insgesamt: 2.509 Pflanzen

Zur Aufforstung – Bäume: 
1.428 x Rot-Buche (Fagus sylvatica) 
1.134 x Hainbuche (Carpinus betulus) 
848 x Trauben-Eiche (Quercus petraea) 
848 x Stiel-Eiche (Quercus robur) 
262 x Winter-Linde (Tilia cordata) 
262 x Feld-Ahorn (Acer campestre) 
262 x Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus) 
262 x Spitz-Ahorn (Acer platanoides) 
254 x Vogel-Kirsche (Prunus avium)
Insgesamt: 5.560 Bäume

Ergänzend wird ein Wirtschaftsweg angelegt, der sowohl für die Pflanzungen selbst als auch künftig zur Pflege und Bewirtschaftung der Aufforstungsfläche dient. Zum Schutz der noch jungen Pflanzen wird die Fläche eingezäunt. 

Die Baukosten belaufen sich auf insgesamt 355.500 Euro. Die Ausgleichsmaßnahmen werden aus unterschiedlichen Programmen gefördert. Dem Bauabschnitt 2.0 des Radweges wurde eine Aufforstung im Umfang von ca. 9.850 Quadratmetern zuzüglich einem Waldsaum von ca. 6.190 Quadratmetern zugeordnet. Gefördert wird dieser Abschnitt aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“ mit einer Förderquote von 85 Prozent. Dem Bauabschnitt 2.1 des Radweges wurde eine Aufforstung im Umfang von ca. 14.960 Quadratmetern zugeordnet. Gefördert wird dieser Abschnitt aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“ mit einer Förderquote von 90 Prozent. Das Sonderprogramm „Stadt und Land“ wurde neu im Wirtschaftsplan des „Klima- und Transformationsfonds“ auf Bundesebene eingeordnet. 

Die Arbeiten werden vom Unternehmen Grünbau Bad Schlema ausgeführt. Die Pflanzleistungen sollen bis Ende Mai abgeschlossen werden. Die anschließende Fertigstellungs- und Entwicklungspflege läuft bis zum 31. Oktober 2028.