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Pressestelle Stadt Chemnitz
Pressemitteilung: 431

Auf Wasserentnahme aus Gewässern sollte verzichtet werden

Wasserstände in den Chemnitzer Bächen und Flüssen derzeit sehr niedrig

Die Untere Wasserbehörde des Umweltamts der Stadt Chemnitz appelliert angesichts der aktuellen Trockenheit an alle Chemnitzer:innen, auf die Entnahme von Bachwasser zu verzichten. Bereits geringfügige Wasserentnahmen können nachteilige Auswirkungen auf die Gewässerökologie haben. Die Wasserentnahme ist dann nicht mehr durch den Anlieger-, Eigentümer- und Gemeingebrauch gedeckt und somit nicht zulässig, auch ohne dass hierfür ein generelles Entnahmeverbot ausgesprochen wird.

Wie bereits mehrfach in den vergangenen Jahren sind derzeit wegen der anhaltenden Trockenheit, der starken Sonneneinstrahlung und den damit verbundenen außergewöhnlich hohen Temperaturen die Wasserstände in den Chemnitzer Gewässern erneut sehr niedrig. Das Landeshochwasserzentrum weist für den Pegel Harthau an der Würschnitz aktuell nur noch einen Abfluss von unter 100 l/s aus. Auch an Chemnitz und Zwönitz sind die Wasserstände und Abflüsse sehr niedrig.

Höhere Wassertemperaturen und sinkende Wasserstände oder gar ein vollständiges Trockenfallen von Gewässerstrecken führen dazu, dass wasserabhängige Kleinlebewesen aber auch Fische absterben. Zudem sinkt der Sauerstoffgehalt des Wassers, was die Selbstreinigungskraft der Gewässer vermindert. Wenn in dieser Situation durch Anlieger:innen noch Wasser aus den Gewässern entnommen wird, verschärft sich die Dürresituation weiter.

Für Fragen zum geltenden Wasserrecht steht die Untere Wasserbehörde des Umweltamtes telefonisch unter 0371-4883601 oder per E-Mail an umwelt.wasser(at)stadt-chemnitz.de zur Verfügung. 

www.chemnitz.de/wasser