Am Donnerstag, dem 5. November, ab 9 Uhr werden weitere 24 Stolpersteine in Chemnitz verlegt (siehe Pressemitteilung 706). Traditionell reisen dazu auch immer Nachkommen, Familienangehörige und Freunde der Opfer an. Eine Familie wird bei der diesjährigen Verlegung besonders stark vertreten sein: Zwölf Personen aus zwei Generationen der Familie Firnbacher und ihren Partnern, die heute alle in der Schweiz (Bern, Zürich, Biel, Aarburg und Menziken) leben, werden erwartet.
Vertreter:innen der Medien haben die Gelegenheit für Interviews.
Unter den Nachfahren sind Heiner Ritzmann, Dorin Ritzmann, Iris Ritzmann, Eve Stockhammer und Ruth Draths. Es sind die Kinder von Margarete Firnbacher, Enkel von Dr. Emanuel Firnbacher und Liselotte Firnbacher, geb. Bing, und Urenkel von Frieda Horn (Mutter von Liselotte Firnbacher). Für Dr. Emanuel Firnbacher, Liselotte Firnbacher, geb. Bing, Margarete Firnbacher, verh. Ritzmann, und Frieda Horn, geb. Rosenthal, werden 11 Uhr an der Georg-Landgraf-Straße 24 Stolpersteine verlegt. Die Nachfahren werden anwesend sein und stehen im Anschluss für Fragen zur Verfügung. Einige von ihnen werden bereits beim feierlichen Auftakt der Verlegungen 9 Uhr, am Stefan-Heym-Platz vor dem smac, dabei sein.
Eve Stockhammer ist Künstlerin und stellt ihr Werk aktuell in der Stadt- und Marktkirche St. Jakobi (Jakobikirche), aus. Unter dem Titel „Jiskor – für jedes Kind eine Perle“ erinnert die Installation mit einem Vorhang aus 1,5 Millionen Glasperlen an alle Kinder, die während der nationalsozialistischen Verfolgung ihr Leben verloren haben.
Im Anschluss an die Stolpersteinverlegung, gegen 16 Uhr, wird sich die Familie gemeinsam die Installation in der Jakobikirche anschauen und gemeinsam mit den Paten der Stolpersteine sowie der AG Stolpersteine den Tag ausklingen lassen. Vertreter:innen der Medien sind eingeladen, ebenfalls dabei zu sein.
Mehr zu der Ausstellung ist auf der Internetseite der Kirchgemeinde zu finden.
Neben den Angehörigen der Familie Firnbacher werden zur Stolperstein-Verlegung am 5. November auch Nachfahren der Familien Wiesner und Gerstner erwartet.