Herausgeber:
Pressestelle Stadt Chemnitz
Pressemitteilung: 578

Anbau am Karl-Schmidt-Rottluff-Gymnasium wird eröffnet

Einladung zum Presserundgang: am 29. August, 12 Uhr, Hohe Straße 35

Am Freitag, dem 29. August, 13 Uhr eröffnen Oberbürgermeister Sven Schulze, Bürgermeister Ralph Burghart und der designierte Bürgermeister Thomas Kütter feierlich den neuen Anbau des Karl-Schmidt-Rottluff-Gymnasiums.

Bereits 12 Uhr sind Vertreter:innen der Medien zu einem Presserundgang eingeladen, Treffpunkt ist an der neuen Mensa, Haus II, Hohe Straße 35 (Eingang neben dem Kulturhaus Arthur/aaltra).

Seit dem Schuljahr 2025/26 sind die in den beiden Obergeschossen des Erweiterungsanbaus untergebrachten sechs neuen Unterrichtsräume und die neue Mensa im Erdgeschoss mit zugehöriger Ausgabeküche (Cook & Freeze) sowie ein Teil des neu gestalteten Schulhofs in Betrieb. Die eingeschossige Mensa im früheren Innenhof mit Oberlichtern und zwei direkten Ausgängen zum Schulhof kann neben der Speisenversorgung mit 194 Sitzplätzen auch als Veranstaltungsstätte für bis zu 350 Personen genutzt werden.

Zwei Fachunterrichts- und Vorbereitungsräume für Chemie und Biologie in den Obergeschossen werden in Betrieb genommen, sobald die Fachraumausstattung mit Deckensystemen zur Medienversorgung komplettiert wurde.

Der Erweiterungsbau wurde in Massivbauweise (Stahlbeton) mit Holz-Aluminium-Fenster-Elementen sowie einer vorgehängten gedämmten und hinterlüfteten Fassade aus Glasfaserbeton im Wechsel mit Aluminiumflächen errichtet. Gestalterisch fügt sich der moderne Anbau durch die Wahl der Farben und Materialien sowie die Aufnahme von Proportionen harmonisch in den denkmalgeschützten Bestand ein. Mittels verschiedenfarbiger Lisenen an den Fassaden sowie einer großen geschwungenen Signatur als Blickfang auf dem Gründach wird Bezug zum Namensgeber der Schule genommen.

Der im Erdgeschoss aufgeständerte Erweiterungsbau schließt das zuvor U-förmige Gebäude im Westen, so dass nunmehr in den Obergeschossen ein kompletter Umgang um den begrünten Innenhof mit darunterliegender Mensa möglich ist. Damit konnte die interne Erschließungssituation durch kurze Wege verbessert werden.

Über dem neuen ebenerdigen Eingang im durch den Erweiterungsbau überdachten Schulhof erreicht man den Aufzug im neuen Treppenhaus. Dieser erschließt sowohl Neu- als auch Bestandsbau künftig barrierefrei vom Untergeschoss bis in das zweite Obergeschoss. Im neuen, der Mensa angegliederten WC-Bereich sowie im zweiten Obergeschoss der Erweiterung wurden barrierefreie Toilettenräume errichtet.

Das Außengelände erhält einen neuen Bolz- und Streetballplatz sowie Tischkicker- und Tischtennisplatte. Sitzmauern und Holzpodeste bieten Gelegenheit zum Kommunizieren, Lernen und Präsentieren im Freiraum.

Der Erweiterungsneubau erfüllt die Anforderungen des aktuell geltenden Gebäudeenergie-gesetzes über und wurde mit einer mechanischen Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ausgestattet. Photovoltaikmodule auf dem Flachdach versorgen das Schulgebäude künftig mit regenerativ erzeugtem Strom. Die Fußbodenheizung des Erweiterungsbaus wird mit dem Rücklauf der Fernwärmeversorgung des Bestandes versorgt, sodass die bereits anliegende Fernwärme effektiv genutzt wird. Außenliegender Sonnenschutz sowie raumakustisch wirksame Materialien im Innenraum sorgen für ein angenehmes Raumgefühl und beste Lernbedingungen.

Für das Gebäude wird eine Nachhaltigkeitszertifizierung nach DGNB angestrebt. 

Die für die Baumaßnahme investierten Mittel belaufen sich auf ca. 11,3 Mio. Euro und liegen innerhalb des zur Verfügung gestellten Budgets. Die SAB bewilligte für das Vorhaben Fördermittel in Höhe von ca. 3,2 Mio. Euro.

Historie
Um eine Vierzügigkeit für das Karl-Schmidt-Rottluff-Gymnasium sicherzustellen und verbesserte Lernbedingungen zu schaffen, wurden verschiedene Varianten zur Einordnung der erforderlichen Räume untersucht. 

Im Februar 2023 hatte der Chemnitzer Stadtrat den Baubeschluss gefasst, einen Erweiterungsanbau auf der Westseite sowie einen Mensa- und Tiefgaragen-Ersatzneubau im Innenhof des unter Denkmalschutz stehenden Bestandsgebäudes zu realisieren. 

Die bauvorbereitenden Maßnahmen wie Kampfmitteluntersuchung, Rückbau- und Erdarbeiten sowie Bohrpfahlgründung wurden im Juni 2023 abgeschlossen. Im Anschluss konnten die Rohbauarbeiten aufgenommen werden, die Ausbauarbeiten folgten ab August 2024. Parallel wurden durch die Erweiterung notwendige Ertüchtigungsmaßnahmen zum Brandschutz sowie kleinere Umnutzungen von Räumen im Bestandsgebäude ausgeführt.

Im Frühjahr 2025 begannen die Arbeiten zur Neugestaltung der Freianlagen, die in Teilbereichen noch bis in den Herbst andauern werden.