Am Mittwoch, dem 17. Juni, 11 Uhr erinnert die Stadt Chemnitz gemeinsam mit Vereinigung der Opfer des Stalinismus e. V. und dem Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis e. V. am Gedenkort, Kaßbergstraße 16c, an den Volksaufstand in der DDR im Jahre 1953.
Interessierte Bürger:innen sowie Vertreter:innen der Medien sind dazu eingeladen.
Neben Oberbürgermeister Sven Schulze werden Dr. Nancy Aris, Sächsische Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, und Christoph Magirius, Ehrenbürger der Stadt Chemnitz und Mitgestalter der Friedlichen Revolution, Grußworte an die Gäste richten.
Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung von zwei Streicherinnen der Musikschule Chemnitz.
Im Anschluss besteht für Schulklassen ab Jahrgangsstufe 10 die Möglichkeit, den Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis zu besuchen und mit Zeitzeug:innen ins Gespräch zu kommen. Eine Anmeldung ist erforderlich unter protokoll(at)stadt-chemnitz.de.
Hintergrund
Die Gedenkveranstaltung ist den politisch Verfolgten in der Sowjetischen Besatzungszone in den Jahren 1945 bis 1949 und der späteren DDR sowie allen Opfern von stalinistisch geprägten Diktaturen nach 1945 gewidmet. Um den 17. Juni 1953 herum kam es in fast allen ostdeutschen Städten zu zahlreichen Streiks, Massen-Demonstrationen und politischen Protesten, die zu blutigen Auseinandersetzungen mit den DDR-Sicherheitskräften führten und gewaltsam durch Militär und Polizei beendet wurden.