Für den Chemnitzer Friedenspreis 2026 können ab sofort Vorschläge eingereicht werden. Der Preis ist während der Eröffnung der diesjährigen Interkulturellen Wochen ausgelobt worden. Alle Chemnitzer:innen, Vereine und Initiativen sind aufgerufen, bis zum 7. Januar 2026 geeignete Personen, Projekte oder Initiativen zu benennen. Auch Selbstbewerbungen sind möglich.
Bewerbungen und Vorschläge sind zu richten an:
Bürgerverein FUER CHEMNITZ e. V., Straße der Nationen 45, 09111 Chemnitz, E-Mail: bv-fuer-chemnitz(at)gmx.de oder
Migrationsbeauftragte der Stadt Chemnitz, Bürger- und Verwaltungszentrum Moritzhof, Bahnhofstraße 53, 09111 Chemnitz, E-Mail: migrationsbeauftragte(at)stadt-chemnitz.de
Die Vorschläge und Bewerbungen sollten eine Begründung beinhalten, warum die vorgeschlagene Person bzw. das vorgeschlagene Projekt für den Chemnitzer Friedenspreis nominiert wird.
Der Chemnitzer Friedenspreis wird seit 2004 vom Bürgerverein FUER CHEMNITZ e. V. und der Migrationsbeauftragten der Stadt Chemnitz verliehen. Mit der Auszeichnung soll für mehr Friedensengagement geworben und bereits bestehendes sichtbar gemacht werden.
Geehrt werden Menschen, Organisationen, Projekte und Initiativen, die aktiv für Toleranz, Demokratie und ein respektvolles Miteinander eintreten, die die Integration verschiedener Kulturen fördern, die sich gegen Ausgrenzung, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus engagieren, die ein gewaltfreies Miteinander unterstützen und die mit ihrem Tun Vorbild im Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit sind.
Die Jury, die über die Vergabe entscheidet, setzt sich aus Persönlichkeiten aus Politik, Gesellschaft, Kirche, Kultur und Wirtschaft zusammen. Sie prüft die eingereichten Vorschläge, besucht die Projekte, berät über die Nominierungen und trifft die Entscheidung über die Preisträger:innen.
Der erste Preis ist mit 500 Euro dotiert, der zweite mit 300 Euro und der dritte mit 200 Euro. Der Kinder- und Jugendpreis ist mit 300 Euro verbunden. Der erste Preis sowie ein möglicher Ehrenpreis werden zusätzlich mit der Skulptur „Chemnitzer Friedenspreis“ des Bildhauers Erik Neukirchner gewürdigt.
Preisverleihung 2026
Die Preisverleihung ist für den 5. März 2026, voraussichtlich im Rathaus, geplant. Sie gehört zum Chemnitzer Friedenstag, an dem jährlich in Chemnitz an die menschenverachtende, feindselige Politik des faschistischen Deutschlands, an die Opfer des von ihm entfesselten Krieges und an die Zerstörung der Stadt Chemnitz 1945 erinnert wird. 2026 wird der Friedenstag unter dem Motto „Frieden für Stadt – Eine Stadt für den Frieden“ zum 25. Mal begangen. An und um diesen Tag wird es erneut viele Möglichkeiten des Ge-Denkens, des Nach- und Weiter-Denkens über Krieg und Frieden geben. Dabei stehen die Belebung des Friedensgedankens, die Motivation zu aktiver Friedensarbeit bei allen Generationen in der Stadt und der kulturvolle Umgang mit diesen Themen im Vordergrund.
Rückblick auf die Preisträger:innen 2025
Im Jahr 2025 wurde der erste Preis an die Initiative „Kältebus Chemnitz“ verliehen, die sich mit großem ehrenamtlichen Engagement für wohnungs- und obdachlose Menschen einsetzt. Der zweite Preis ging an den Verein Mittel-Punkt e. V., der hilfe- und hilfsbedürftige Menschen in den Mittelpunkt seines Wirkens stellt und sie insbesondere in schwierigen Lebenssituationen unterstützt. Mit dem dritten Preis wurde die zivilgesellschaftliche Initiative „Omas und Opas gegen Rechts“ ausgezeichnet, die sich für den Erhalt der parlamentarischen Demokratie, die Sicherung sozialer Standards und die Gleichberechtigung aller Menschen einsetzt.
Den Ehrenpreis erhielt der Historiker Dr. Thomas Schuler, langjähriger Direktor des Schloßbergmuseums, für sein jahrzehntelanges und vielfältiges Engagement. Mit dem Kinder- und Jugendpreis wurde die „Demokratiegruppe der Unteren Luisenschule“ geehrt.