Winterschutz für Schillingsche Figuren

Einhausung der Schillingschen Figuren in Chemnitz zum Schutz der Skulpturen vor herbstlichem Wetter.
Jetzt wieder mit Haube. Foto: Madeleine Rödiger

Die vier Schillingschen Figuren im Park am Schloßteich haben wieder ihren Winterschutz erhalten. Die Einhausungen aus Acrylglas wurden mit einem Kran über die Sandsteingruppen gehoben. Dabei war viel Fingerspitzengefühl gefragt, damit die historischen Kunstwerke nicht beschädigt werden. 

Die Einhausungen werden mit einem Kran eingehoben. Damit die Figuren dabei nicht beschädigt werden, ist viel Fingerspitzengefühl der Mitarbeiter:innen des Grünflächenamtes und des Kranführers erforderlich. Im Frühjahr 2027 wird der Winterschutz der Schillingschen Figuren wieder entfernt und im Städtischen Bauhof eingelagert.

Die Schillingschen Figuren gehören zu den weit über Chemnitz hinaus bekannten künstlerisch-bildhauerischen Kleinoden aus klassizistischer Zeit. Der aus Mittweida stammende Bildhauer Johannes Schilling (1828 bis 1910) schuf sie als Allegorien auf die Tageszeiten. Sie heißen „Der Morgen“, „Der Mittag“, „Der Abend“ und „Die Nacht“.

Die 1861 gefertigten Originale aus Postelwitzer Elbe-Sandstein standen ursprünglich auf der Brühlschen Terrasse in Dresden. 1908 wurden sie dort durch Bronzegüsse (Duplikate) ersetzt und Chemnitz erhielt die wertvolleren Originale. Seit den 1930er-Jahren stehen sie in der von Stadtbaurat Fred Otto extra für die Aufstellung der Figuren gestalteten denkmalgeschützten Neuen Schloßteichanlage.