Monopteros wird saniert
Das Bauwerk, ein architektonisch bedeutsamer Rundbau in der Nähe des Eingangs zum städtischen Krematorium, wird damit nach jahrelanger Sperrung fachgerecht instandgesetzt.
Der vom renommierten Architekten Erich Basarke geschaffene Säulenbau dient als Urnenbegräbnisstätte. Die Beisetzungen erfolgten dort teils offen, teils hinter schützenden Steintafeln. Aufgrund massiver baulicher Mängel musste das Objekt in den vergangenen Jahren mit einem Bauzaun abgesperrt und in einem Bogensegment durch eine provisorische Stütze vor dem Verfall gesichert werden.
Unmittelbar im Anschluss an die bauliche Instandsetzung des Monopteros ist die gestalterische Aufwertung des direkten Umfeldes geplant. So werden die Wege instandgesetzt und eine Bepflanzung um den Sockel des Monopteros angelegt. Damit wird dieses wichtige Zeugnis der regionalen Sepulkralkultur dauerhaft für die Öffentlichkeit erhalten und wieder in einen würdigen Zustand versetzt.
Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 170.000 Euro. Ermöglicht wird die Sanierung durch Förderung des Freistaats Sachsen aus dem Sonderprogramm »Denkmalpflege« mit einer rund 70-prozentigen Förderquote. Das Unternehmen Heidelmann & Klingebiel Planungsgesellschaft mbH wurde mit der Planung beauftragt. Das Dresdner Fachbüro erstellte eine detaillierte Schadenserfassung sowie Maßnahmenkartierung und koordinierte die erforderliche Tragwerksplanung, die das Unternehmen Henneker Zillinger, Beratende Ingenieure Leipzig PartG mbB übernommen hat.
Mit der Ausführung der Arbeiten wurde die Steinmetzwerkstatt Scheunert aus Stollberg/Erzgebirge beauftragt.
Bauwerke von Erich Basarke
In Chemnitz entstanden nach den Entwürfen von Erich Basarke unter anderem öffentliche Gebäude wie die Bernsdorfer Schule und das Gebäude der Handelskammer sowie zahlreiche Industriebauten für Unternehmen wie die Wanderer-Werke, Schubert & Salzer und Reinecker. Darüber hinaus war er an der Planung von Bankgebäuden und Geschäftshäusern beteiligt, darunter das Bankgebäude der Deutschen Bank AG am Falkeplatz und die Erweiterung des Kaufhauses Tietz.