Die Etrusker. Götter, Gräber und Gelage
Sie waren Seefahrer, Genussmenschen und brachten vor über 2.500 Jahren griechischen Chic in die Toskana: die Etrusker. Am kommenden Freitag, 30. Oktober 2026, eröffnet das smac – kurz für: Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz – seine neue Sonderausstellung »Die Etrusker. Götter, Gräber und Gelage«.
Bis Ostermontag, 29. März 2027, präsentiert die Schau Geschichte, Handel, Kunst, Götter, Alltagskultur und Eigenheiten dieser ersten antikenHochkultur auf dem Gebiet des heutigen Italiens.
Toskana, Latium und Umbrien haben mehr zu bieten als Wein, Strände und schöne Landschaften. Die Überreste der truskischen Kultur sind allgegenwärtig mit ihren Stadtruinen und Nekropolen.
Die Wandmalereien in den Totenstädten von Tarquinia und Cerveteri sind weltberühmt. Alabaster, ein Material, das die Etrusker zur Herstellung von Schmuck, zarten Gefäßen und reliefierten Urnenkästen nutzten, wird noch heute dort verarbeitet.
Mit der Ausstellung »Die Etrusker. Götter, Gräber und Gelage« zeigt das smac nach »Pompeji und Herculaneum« (2022/23) wieder ein Thema der Klassischen Antike. Doch dieses Mal – und das macht es so reizvoll und spannend – sind es nicht die allseits bekannten Römer, sondern mit den Etruskern eine Hochkultur, die bereits vor den Römern im italischen Raum Großes schuf.
Eine immersive Projektion führt die Besuchenden in die Welt der Etrusker ein: Sie zeigt das Siedlungsgebiet, die Häfen, zeitgleiche Kulturen rund um das Mittelmeer, die wichtigsten Handelsrouten sowie Fundstätten mit exportierten etruskischen Produkten in Europa und Nordafrika. Weitere Projektionen und Filme ergänzen die archäologischen Exponate. Sie zeigen heutige Städte, die auf etruskische Gründungen zurückzuführen sind, die berühmten Wandmalereien aus den großen Nekropolen, Giebelschmuck etruskischer Tempel, Granulations- und Filigran-Techniken sowie eine Alabaster-Werkstatt.
Die Ausstellung ist in mystischem Anthrazit gehalten. Großflächige Abbildungen von Wandmalereien aus etruskischen Grabkammern zieren die Hintergründe einiger Vitrinen. Die schweren, mit Reliefs versehenen Alabaster-Urnenkisten stehen frei auf Podesten.
Besondere gestalterische Highlights sind eine große Wandvitrine mit Utensilien für den Weingenuss und die begehbare, angedeutete Familiengrabkammer, die die fast vollständige Ausstattung der originalen Kammer präsentiert.