Die Community wächst und feiert
Nach Abschluss der Bauarbeiten an der Interventionsfläche für Chemnitz 2025 und dem Einzug vieler neuer Mieterinnen und Mieter präsentiert sich das Fest noch vielfältiger als bei der Erstauflage im vergangenen Jahr.
Das Programm
Zu den neuen Akteurinnen und Akteuren der Stadtwirtschaft gehören unter anderem »CLARO!«, die Koordinierungsstelle für MINT-Angebote in Südwestsachsen, die Hobbybrauerei »Braubox Chemnitzª, die Schokoladen-Manufaktur Fauch Schoki und die Chemnitzer Kunstfabrik. Sie stellen ihre Arbeit beim Hoffest vor und laden zum Austausch ein.
Auch zahlreiche, bereits im vergangenen Jahr beteiligte Akteurinnen und Akteure bieten Mitmachangebote an. Die Schreib- und Druckwerkstatt des ERIKA e. V. lädt dazu ein, eigene Kleidungsstücke mitzubringen und diese mit Linoldruck individuell zu gestalten. In der Gründungsgarage Chemnitz können Besucherinnen und Besucher ihren persönlichen CO₂-Fußabdruck ermitteln. Beim Restaurator und Künstler Ingo Scheller gibt es ein Glücksrad mit ausgewählten Vintage-Produkten. Die Materialinitiative Zeux informiert über Recycling- und Upcycling-Möglichkeiten und unterstützt Interessierte bei eigenen Projekten.
Kunstvermittlerin Marina Klavina lädt zum Abschluss ihrer Ausstellung »Heimat gestalten« ein. Im FabLab der Stadtfabrikanten Chemnitz können verschiedene Mitmach-Werkstätten besucht und Erfahrungen mit Makerinnen und Makern ausgetauscht werden. Auch das Museum für Naturkunde beteiligt sich mit einer Fossil-Werkstatt am Hoffest.
Ergänzt wird das Programm durch verschiedene musikalische und kulturelle Angebote auf der Bühne. Unter anderem findet eine Auktion statt, bei der ausgewählte Fundstücke aus den Archiven der Stadtwirtschaft und ihrer Akteurinnen und Akteure versteigert werden. Für musikalische Unterhaltung sorgen unter anderem der Rapper Big Buddha sowie das EDM-Projekt Freuth.
Interessierte können bei zwei Führungen um 15 und 16 Uhr das Areal der Stadtwirtschaft erkunden. Die jeweils rund 45-minütigen Rundgänge geben Einblicke in die Entwicklung des Standorts und informieren insbesondere über die im Rahmen des Förderprogramms »Nationale Projekte des Städtebaus« umgesetzten Maßnahmen.
Förderung & Individualisierung
Mit Unterstützung des Bundesprogramms wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Projekte zur Individualisierung des Kreativhofs und zur Stärkung der Gemeinschaft auf dem Areal realisiert. Beteiligt waren dabei Akteurinnen und Akteure aus der Stadtwirtschaft, aus Chemnitz und darüber hinaus. Zu den entstandenen Projekten gehören unter anderem die sogenannten »Fleximöbel« – flexibel einsetzbare Außenmöbel für Veranstaltungen. Der Prototyp und eine Kleinserie wurden von Leopold Rubahn, Absolvent der Fakultät Angewandte Kunst Schneeberg der Westsächsischen Hochschule Zwickau, entworfen und gemeinsam mit dem Holzkombinat Chemnitz sowie den Stadtfabrikanten Chemnitz umgesetzt. Darüber hinaus wurden mehrere Fassaden der Stadtwirtschaft durch etablierte Street-Art-Künstlerinnen und Künstler sowie Nachwuchskunstschaffende gestaltet. Die Materialinitiative Zeux, das FabLab Chemnitz sowie die Künstler Ingo Scheller und Marina Klavina entwickelten gemeinsam einen großen Büchertauschschrank, die »Bücherpforte« der Stadtwirtschaft.
In Zusammenarbeit des Teams Stadtwirtschaft mit der Agentur Haus E entstand außerdem ein neues Wegeleitsystem. Vier 2,70 Meter hohe Stadtwirtschafts-Skulpturen weisen nun auf die verschiedenen Bereiche und Anlaufstellen des Areals hin.
Auch zahlreiche Ideen aus den zuvor durchgeführten Community-Workshops wurden bei der Weiterentwicklung des Standorts umgesetzt. Dazu zählen überdachte Außenarbeitsplätze, Regenwassersammelstellen und ein Urban-Gardening-Bereich. Ergänzt wurde das Areal durch Angebote zur sportlichen Betätigung, darunter eine Mini-Boulderwand, ein Basketballkorb und Calisthenics-Geräte, sowie durch zusätzliche Sitz- und Ruhezonen.
Seit diesem Sommer begleiten zudem vier Kobolde die Stadtwirtschaft. Die Figuren greifen die Geschichte und Entwicklung des Areals auf und informieren über den Ort. Ihre Umsetzung wurde durch eine Euja!-Förderung der Stadt Chemnitz in Höhe von 10.000 Euro sowie durch weitere Mittel der Stadt Chemnitz und des Bundesprogramms »Nationale Projekte des Städtebaus« ermöglicht