Chemnitzer erhält Bundesverdienstkreuz

Anlässlich des Tages der Deutschen Einheit hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Montag den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland an 21 Menschen verliehen – darunter auch der Chemnitzer Gerald Richter.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreichte Gerald Richter (rechts) das Bundesverdientkreuz in Berlin. Foto: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung/Henning Schacht
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Der Verdienstorden wird an Menschen verliehen, die sich für demokratische Werte, Aussöhnung sowie die internationale Verständigung einsetzen. Gerald Richter ist einer von ihnen. Seit mehr als 15 Jahren arbeitet er kontinuierlich in Kunstprojekten mit Schülerinnen und Schülern zusammen. 

Angefangen hat alles im Jahr 2011, als neben den Gedenkveranstaltungen zum Jahrestag der Bombardierung der Stadt Chemnitz rechtsextreme Aufmärsche stattfanden. Gerald Richter beschloss damals, dem entgegenzuwirken. Er rief die »Chemnitzer Friedensbanner« ins Leben, ein Kunstprojekt, bei dem Kinder und Jugendliche Banner gestalten, mit denen sie die Werte des Grundgesetzes veranschaulichen.

Tausende von jungen Menschen haben bis heute Friedensbanner gestaltet. Diese Banner werden seitdem am Chemnitzer Friedenstag ausgestellt und zieren die Fassaden der großen Gebäude in der Innenstadt. Aber auch in der Dresdner Frauenkirche und zum 75. Jubiläum des Grundgesetzes im Mai 2024 im Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestages wurden sie bereits gezeigt. Außerdem gibt Gerald Richter als Stefan-Heym-Förderpreisträger Workshops, um jungen Menschen das Leben und Werk des aus Chemnitz stammenden Schriftstellers nahezubringen.