Chemnitzer Delegation holt sich Wissen aus Leeuwarden

Von Montag bis Mittwoch hat eine Delegation der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 und der Kulturhauptstadtregion an einem WissenstransferSeminar des »ECoC Echo«-Projektes teilgenommen. Ziel war der Austausch über nachhaltige Wirkungen des Kulturhauptstadtjahres auf Städte und Regionen.
Seminar in Leeuwarden. Foto: Ulf Kallscheidt

ECoC Echo ist ein europäisches Kooperationsprojekt zwischen neun Ländern, das durch Interreg Europe von der Europäischen Union gefördert wird. Ziel des Projektes ist es, die regionale Entwicklung nach dem Titeljahr als Europäische Kulturhauptstadt zu stärken. 

Das Seminar in Leeuwarden vereinte Vertreterinnen und Vertreter von insgesamt neun vergangenen, aktuellen und künftigen Europäischen Kulturhauptstädten, um die langfristigen Auswirkungen kultureller Initiativen auf die städtische und regionale Entwicklung zu diskutieren. Sie wollen gegenseitig voneinander lernen, wie sie das Wissen und die Energie, die sie während ihres Kulturhauptstadtjahres gewonnen haben, erhalten können. 

Das Programm in Leeuwarden konzentrierte sich sowohl auf die Schaffung als auch auf die Aufrechterhaltung eines kulturellen Vermächtnisses. Leeuwarden-Fryslân war 2018 Kulturhauptstadt Europas. Die Seminarteilnehmenden erhielten Einblicke in die Entwicklung von »Arcadia« als Fortsetzung von Leeuwarden-Fryslân 2018, einschließlich seines Organisationsmodells, seiner Strategie und der zugrunde liegenden Werte. 

Die Seminare umfassten Perspektiven regionaler Akteurinnen und Akteure zu den Auswirkungen ihres Kulturhauptstadtjahres auf Wirtschaft, Tourismus und regionale Entwicklung. Sie erklärten, was gut umgesetzt werden konnte oder wo es noch Nachbesserungen gegeben hatte. Außerdem besuchten die Delegationen Orte in der Region Fryslân, die sich seit 2018 erfolgreich entwickelt haben. 

Als Ergebnis des Projektes soll im Jahr 2028 in jedem Land ein Plan vorliegen, der die Kultur- und Stadtentwicklungsstrategien der teilnehmenden Europäischen Kulturhauptstädte aktualisiert, um die Umsetzung der langfristigen Ziele zu gewährleisten. Dazu zählt beispielsweise, das Erbe der Europäischen Kulturhauptstadt in die lokalen Rahmenbedingungen einzubetten, das regionale Wachstum zu unterstützen und neue Systeme der Zusammenarbeit zwischen Stadt und Region zu entwickeln. 

Mit der Unterstützung des Interreg-Projekts entwickelt auch Chemnitz gemeinsam mit der Kulturhauptstadtregion die Legacy-Strategie (Deutsch: Vermächtnis) für die Jahre 2027 bis 2031.