Süße Produktion

Das Industriemuseum Chemnitz hat kürzlich neun neue Objekte zur Schokoladenherstellung in Sachsen in seine Sammlung aufgenommen.
Vertreter des Vereins für WIMAD e. V. überreichen die Schenkung an den Leiter des Industriemuseums, Jürgen Kabus (zweiter von rechts). Foto: Carola Huetcher
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Die Schenkung umfasst ein Modell einer Schokoladenfabrik sowie mehrere Modelle von Maschinen aus der Schokoladenproduktion. 

Die Exponate stammen aus der VEB Maschinenfabrik Heidenau, vormals Maschinenfabrik J. M. Lehmann Dresden, Werk Heidenau. Sie wurden zwischen 1970 und 1985 gefertigt und dienten insbesondere der Präsentation auf Leipziger Messen. Seit Ende der 1990er Jahre befanden sich die Modelle im Besitz des Vereins WIMAD e. V. (Verein für Wissenschaftler und ingenieurtechnische Mitarbeiter Dresden). 

Die Objekte ergänzen den Sammlungsbestand des Museums, der bereits Exponate aus der Kathleen Schokoladenfabrik GmbH umfasst, darunter Schokoladenformen, Stanniolpapierrollen, Gipsmodelle und Verpackungen. Die Vorstandsmitglieder des WIMAD e. V., Dr. Jürgen Rieß und Karl-Heinz Kunert, sowie der langjährige Forscher zur Geschichte der Schokoladen- und Süßwarenindustrie in Sachsen, Uwe Hessel, übergaben die Exponate an den Museumsleiter Jürgen Kabus. 

Ein Teil der Objekte war bereits zwischen dem 27. November 2011 und dem 15. April 2012 in der Ausstellung »Das süße Herz Deutschlands« im Industriemuseum Chemnitz zu sehen. Im Zuge der Auflösung des WIMAD e. V. gehen die Modelle nun dauerhaft in den Bestand des Indus-triemuseums über. Der WIMAD e. V. widmete sich der Erforschung von Industrie-, Technik- und Unternehmensgeschichte, insbesondere auch der Schokoladen- und Süßwarenindustrie in Sachsen. Ergebnisse dieser Forschungsarbeit tragen unter anderem zur Neubewertung der Entstehungsgeschichte der Milchschokolade bei, deren Ursprung nach aktuellen Erkenntnissen bereits im Jahr 1839 in Dresden liegt.

www.industriemuseum-chemnitz.de