Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Chemnitz, Franziska Herold, sucht Chemnitzer:innen, die sich als Fotomodelle für das Fotoprojekt und die Wanderausstellung „Ich sehe was, was du nicht siehst!“ fotografieren lassen möchten. Ziel des Projekts ist, das Thema häusliche Gewalt sichtbar zu machen, Vorurteile aufzubrechen und die Öffentlichkeit dafür zu sensibilisieren, genauer hinzusehen.
Interessierte können sich ab sofort bis zum 31. Juli bei Franziska Herold, per E-Mail an gleichstellungsstelle(at)stadt-chemnitz.de oder telefonisch unter 0371 488 1070, melden.
Die Ausstellung wird aus großformatigen Portraitfotografien bestehen, die verschiedene Formen häuslicher Gewalt thematisieren und darauf aufmerksam machen, dass Gewaltbetroffenheit oft nicht unmittelbar erkennbar ist. Orangefarbene Zeichen auf den Fotografien sollen symbolisch auf Gewalterfahrungen hinweisen. Ergänzt werden die Bilder durch Informationen zu unterschiedlichen Formen häuslicher Gewalt sowie Hinweisen auf Hilfsangebote in Chemnitz.
Gesucht werden Menschen zwischen 7 und 95 Jahren – unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion, sexueller Identität oder Lebensrealität. Willkommen sind ausdrücklich Personen mit und ohne Migrationsgeschichte, Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen, queere und nicht-queere Menschen sowie Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senior:innen.
Die Vielfalt der Chemnitzer Stadtgesellschaft soll so sichtbar gemacht werden, um zu zeigen, dass häusliche Gewalt alle Menschen betreffen kann.
Mit der öffentlichen Beteiligung soll eine besondere Nähe zwischen Ausstellung und Betrachter:innen entstehen: Die Ausstellung zeigt Menschen aus Chemnitz – Menschen aus der
Mitte der Gesellschaft.
Die Ausstellung wird zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November 2026 in der Stadtwirtschaft Chemnitz eröffnet und anschließend an verschiedenen öffentlichen Orten in Chemnitz präsentiert.
Das Projekt entsteht in Zusammenarbeit der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Chemnitz, dem Frauenhilfe Chemnitz e. V. sowie dem Caritas-Projekt „Handschlag“.