Chemnitzer Medaillenhoffnung bei Paralympics
Der Chemnitzer Schwimmer Swen Michaelis startet in London
Finalteilnahme fest im Blick: Schon am Donnerstag hat der Chemnitzer Swen Michaelis im Aquatics Center von London seinen ersten Start. Der körperbehinderte Schwimmer mit einer Fehlbildung an beiden Beinen und am rechten Arm erlebt bereits seine 4. Paralympischen Sommerspiele. In fünf Disziplinen wird er auf dem Startblock stehen, die Finalteilnahmen fest im Blick. Bereits der erste Start geht über seine Paradestrecke 100m Rücken. Es folgen noch 400m Freistil, 200m Lagen, 50m Schmetterling sowie die 100m Freistil. Natürlich drücken seine Clubkameraden vom BFV Ascota Chemnitz e.V. ihm nun die Daumen: „Wir hoffen, dass Swen seine Leistungen optimal abrufen kann und sich das lange Training für ihn gelohnt hat“, so Vereinsvorstand Uwe Barth.
Verein mit Olympia-Tradition: Für den BFV Ascota ist es seit 1992 bereits die sechste Teilnahme von Vereinssportlern an Paralympics. Im Lauf der Jahre hat er sechs Spitzensportler hervorgebracht bzw. betreut, die im Schwimmen zahlreiche internationale Erfolge und Rekorde erzielten. Vereinsvorstand Barth zählt ebenso zu ihnen, wie Christiane Reppe, Maria Götze, Daniel Clausner, Andreas Hausmann und eben Swen Michaelis. Ihn erwartet der Verein am 10. September mit – hoffentlich Edelmetall – zurück in Chemnitz.
Während sich Michaelis auf das Wettkampfgeschehen konzentriert, sieht ein weiterer Chemnitzer Schwimmer den Spielen entspannt entgegen: Christian Flemming. Der geistig Behinderte gehört zum Leistungskader von Trainerin Claudia Lange und hat sich für das Paralympische Jugendlager der Deutschen Behindertensportjugend (DBSJ) qualifiziert. Jugendlager haben eine lange Tradition – Paralympische Jugendlager gibt es jedoch erst seit 1992. Seither lädt die Deutsche Behindertensportjugend (DBSJ) bei allen Paralympischen Sommerspielen, seit 2010 auch bei Winterspielen, zu Paralympischen Jugendlagern ein.