Nachwuchs bei den Nandus im Tierpark Chemnitz
Die jungen südamerikanischen Laufvögel entwickeln sich gut und sind inzwischen gemeinsam mit ihrem Vater auf der Anlage zu sehen.
Bei Nandus übernimmt – wie bei den meisten Laufvögeln – das Männchen die gesamte Brutpflege. Der Hahn bebrütet die Eier allein und kümmert sich nach dem Schlupf auch um die Führung und den Schutz der Küken. Die Hennen sind an der Aufzucht nicht beteiligt.
Da sich der Hahn im Tierpark Chemnitz, der während der Jungenaufzucht mitunter sehr aggressiv werden kann, sowohl gegenüber den beiden Hennen als auch den Besucher:innen der begehbaren Südamerika-Anlage entspannt verhält, ist keine Abtrennung erforderlich. Daher können die Küken besonders gut beobachtet werden.
Nandus wurden aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit den Straußen früher auch als „Pampasstrauße“ bezeichnet. Mit einer Körpergröße von bis zu 1,60 Metern sind sie jedoch deutlich kleiner als ihre afrikanischen Verwandten. Außerhalb der Fortpflanzungszeit leben Nandus sehr gesellig und können sich zu Gruppen mit mehr als 50 Tieren zusammenschließen.
Zur Paarungszeit verändert sich ihr Verhalten deutlich: Die Hähne besetzen Reviere und werben um Weibchengruppen. Ist die Balz erfolgreich, legen mehrere Weibchen ihre Eier nacheinander in das vorbereitete Nest. Anschließend ziehen sie weiter, während sich das Männchen allein um das Gelege kümmert. Bis zu 20 Eier – mitunter von bis zu zwölf verschiedenen Weibchen – werden rund anderthalb Monate lang bebrütet. Nach dem Schlupf übernimmt der Hahn auch die vollständige Aufzucht der Küken.
Mit den beiden Jungtieren bieten sich den Besucher:innen des Tierparks Chemnitz spannende Einblicke in das außergewöhnliche Familienleben dieser Laufvögel.
Öffnungszeiten:
Tierpark Chemnitz
täglich 9 bis 19 Uhr
Wildgatter Oberrabenstein
täglich 9 bis 18 Uhr