Heute hat Oberbürgermeister Sven Schulze die russische Germanistin und Kulturwissenschaftlerin Irina Scherbakowa im Rathaus begrüßt. Irina Scherbakowa ist Gründungsmitglied der Menschenrechtsorganisation Memorial.
Die Nobelpreisträgerin trug sich ins Goldene Buch der Stadt Chemnitz ein und las danach in der Hartmannfabrik aus ihrem neuesten Werk. Irina Scherbakowa weilte anlässlich ihrer Buchvorstellung “Der Schlüssel würde noch passen” in Chemnitz. Die Lesung wurde von der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung organisiert.
Die Internationale Gesellschaft für historische Aufklärung, Menschenrechte und soziale Fürsorge Memorial, kurz Memorial International, ist eine im Januar 1989 in der Sowjetunion gegründete Menschenrechtsorganisation, die im Jahr 2021 jedoch in Russland behördlich aufgelöst wurde. Schwerpunkte von Memorial sind die historische Aufarbeitung politischer Gewaltherrschaft, das Eintreten für die Einhaltung der Menschenrechte und die soziale Fürsorge für die Überlebenden des sowjetischen Systems der Arbeitslager (Gulag).
Die Organisation Memorial wurde für ihr Engagement im Jahr 2022 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Sie arbeitet trotz des Verbots in Russland im Ausland in verschiedenen Strukturen weiter, wie zum Beispiel Memorial Deutschland e. V.