Chemnitz setzt umfangreiches Schulinvestitionsprogramm auf – über 100 Millionen Euro in Schulneubau bis 2024


06.09.2018
Pressemitteilung 610

Die Stadt Chemnitz setzt ein umfangreiches Schulbauprogramm auf. Dabei sollen bis 2024 neben den bereits beschlossenen Maßnahmen weitere vier Grundschulen und drei Oberschulen neu gebaut werden.

Insgesamt plant die Stadt rund 120 Millionen Euro in die neuen Schulstandorte zu investieren. Der massive Neubau ist erforderlich, da die Schülerzahlen in Grundschulen und Oberschulen signifikant steigen werden. Dies hat die neue Schulnetzplanung ergeben, die im November dem Stadtrat vorgelegt wird.

Unter Leitung von Bürgermeister Sven Schulze hat eine Projektgruppe in den letzten Monaten die Schülerzahlen analysiert und daraus Neubaubedarfe abgeleitet. „Während wir vor einigen Jahren noch Schulen schließen mussten, bauen wir jetzt wieder neu. Das ist eine Trendwende und ein gutes Zeichen für die Zukunft von Chemnitz. Dafür lohnt es sich, Geld auszugeben.“ so Bürgermeister Sven Schulze.

Vorgesehen sind:

  • eine neue 2-zügige Grundschule in der Weststraße 19 mit einer Zweifeldsporthalle. Dafür soll das Gebäude des ehemaligen Berufsschulzentrums Wirtschaft II genutzt werden. Die Schule soll zum Schuljahr 2022/2023 in Betrieb gehen.
  • Zwei neue Grundschulen sollen im Schulbezirk Sonnenberg/Ebersdorf/Hilbersdorf neu gebaut werden. Eine am „Südlichen Sonnenberg“ im Gebiet Jakobstraße/Tschaikowskistraße und eine weitere im Bereich der Planitzwiese.
  • Die Grundschule an der Planitzwiese soll als sogenannte Campuslösung kombiniert mit einer 2-zügigen Oberschule entwickelt werden. Damit könnte - eine Zustimmung des Kultusministeriums vorausgesetzt - das Konzept „Gute Schule“ umgesetzt werden.
  • Ferner ist vorgesehen, das ehemalige Gebäude des Chemnitzer Schulmodells an der Charlottenstraße wieder als Schule in Betrieb zu nehmen.
  • Im Oberschulbereich wird neben der 2-zügigen Oberschule an der Planitzwiese eine neue Oberschule entlang der Zwickauer Straße entstehen. Die 3-zügige Oberschule „Chemnitz-West“ soll bis Mitte 2023 fertiggestellt sein. Dafür muss noch ein Grundstück erworben werden. Zum Komplex soll auch eine neue Zweifeldsporthalle gehören.
  • Als weiterer neuer Oberschulstandort ist die ehemalige Neubauer-Schule an der Vettersstraße vorgesehen. Hier soll eine 3-zügige Oberschule mit Sporthalle entstehen.


Bis zur Fertigstellung der Schulbauten wird die Stadt mit verschiedenen kapazitätserweiternden Maßnahmen sowie mobilen Klassenräumen die fehlenden Schulkapazitäten kompensieren. Bereits umgesetzt sind u. a. die Ausnutzung der 4-zügigen Baumgarten-Grundschule, die Erweiterung der Unteren Luisen-Oberschule, der Ausbau der Comenius-Grundschule, die Komplettsanierung der Flemming-Grundschule und die Herrichtung der ehemaligen Oberschule Philippstraße.

Baubürgermeister Michael Stötzer: „Das hohe Investitionsprogramm wird uns viel abverlangen. In den nächsten Jahren werden aber Schulbauten oberste Priorität haben und unsere zur Verfügung stehenden personellen Kapazitäten und finanziellen Ressourcen weitgehend binden. Dieser Aufgabe stellen wir uns gern.“


Die Schulbaupläne wurden gestern im Schulausschuss vorgestellt und sollen in die neue Schulnetzplanung einfließen.
 

Informationsveranstaltungen zum Schulinvestitionsprogramm

Zudem plant die Stadt drei öffentliche Veranstaltungen, um Elternverbände und interessierte Bürger über die Pläne zu informieren. Diese finden jeweils um 18 Uhr wie folgt statt:

  • 19.09.2018 – Pablo-Neruda-Grundschule, Speiseraum 
    (Hoffmannstraße 35, 09112 Chemnitz)
     
  • 27.09.2018 – All in – Bürgerhaus am Rosenhof
    (Rosenhof 14, 09111 Chemnitz)
     
  • 04.10.2018 – Terra Nova Campus, Mensa
    (Heinrich-Schütz-Straße 61, 09130 Chemnitz)
     

Informationen

Herausgeber:
Pressestelle Stadt Chemnitz