Masterplan Stadtnatur für frisches Stadtklima

Die Auswirkungen des Klimawandels sind in den letzten Jahren immer deutlicher geworden. Langanhaltende Hitzeperioden, Sturm- und Starkregenereignisse, Schädlinge, die von Hitze und Sturm geschwächte Bäume befallen, die länger andauernde Pollenbelastung sind Herausforderungen, denen sich die Stadt Chemnitz stellen muss.

Bis 2050 werden Lufttemperaturen weiter steigen. Gleichzeitig wird die Summe der Niederschläge während der Wachstumsmonate April bis Juni in den nächsten Jahrzehnten rückläufig sein. Hier gilt es, bei jeglichen Bauvorhaben mitzudenken. Gerade stark bebaute Gebiete heizen sich an heißen Sommertagen besonders schnell und stark auf.

 

Grund ist der hohe Versiegelungsgrad durch Gebäude und andere bebaute Flächen, die die Wärme über eine lange Zeit speichern können (Wärmeinseleffekt). Gepaart mit einem geringen Grünanteil sowie wenigen Durchlüftungsschneisen führt das tagsüber zu einer starken Aufheizung.

 

Dort, wo ein Zustrom aus Kaltluft verhindert wird, ist die nächtliche Abkühlung nur sehr gering. Wald- und Grünflächen, Parkanlagen mit Bäumen sowie Gärten und bepflanzte Hinterhöfe leisten hier einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Situation.

 

Durch die Transpiration der Pflanzen und Bäume entsteht eine Verdunstungskälte, die die unmittelbare Umgebung abkühlt und so die Aufenthaltsqualität im Freien erheblich verbessert. Somit heizen sich von Grün durchzogene Gebiete weniger auf. Stadtklima als Themenschwerpunkt Lufttemperatur, Durchlüftung, der Umgang mit Regenwasser – all das sind Themen, die das Stadtklima erheblich beeinflussen.

 

Deshalb ist das Stadtklima eines der Themenschwerpunkte des Masterplans Stadtnatur. Ein gesundes Stadtklima geht einher mit üppigem Stadtgrün und ist Voraussetzung für die Lebensqualität in unserer Stadt.

 

Zwar verfügt Chemnitz im bundesweiten Vergleich über die meisten Grünflächen pro Einwohner, aber im Hinblick auf den Klimawandel ist es wichtig, diese Grünflächen auch in Zukunft zu erhalten, besser miteinander zu vernetzen und für Hitze, Sturm, Starkregen sowie gegen Krankheitserreger zu wappnen. So werden gleichzeitig die Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit der Stadtbevölkerung und den Finanzhaushalt der Stadt minimieren.

Wasser braucht Boden

Langanhaltende Trockenperioden können die Grundwasservorkommen der Stadt beeinflussen. Nur auf nicht bebautem oder anderweitig versiegeltem Boden kann Regenwasser versickern und so zur Grundwasseranreicherung beitragen.

 

Dies ist zum einen wichtig für den Erhalt der Stadtbäume, die ihre Lebensgrundlage aus den oberflächennahen Bodenschichten beziehen. Andererseits werden auch Fließgewässer in regenarmen Zeiten vom Grundwasser gespeist. Fließt das Regenwasser über verschlossene Oberflächen ins Abwasserkanalsystem oder direkt in die Bäche und Flüsse ab, ist es für die Grundwasserneubildung erst einmal verloren.

 

Zudem kann es bei Regenereignissen, welche die Abwassersysteme überlasten, zu Überflutungen von Straßen und Gebäuden führen. Deshalb ist es wichtig, zukünftig Stellplatzanlagen für den ruhenden Verkehr und andere geeignete Flächen durch die Verwendung von wasserdurchlässigem Material so zu gestalten, dass sie als Fläche für die Regenwasserversickerung genutzt werden können.

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