Chemnitz erstellt Masterplan Stadtnatur

Parks, Wälder und öffentliche Grünflächen als »grüne Lungen« sind für das Stadtklima von Bedeutung. Auch tragen sie wesentlich zur Identifikation der Chemnitzer mit ihrer Stadt bei.

Unsere Stadt ist im stetigen Wandel: Die Bewerbung zur Kulturhauptstadt oder die Formulierung der Chemnitz-Strategie sind Themen, die unsere gemeinsame Zukunft beeinflussen – und
die eines gemeinsam haben: Sie wagen einen Blick in die Zukunft unserer Stadt und wollen die Frage beantworten, wie wir weiterhin gerne in Chemnitz leben werden?!

Eine Zukunftsfrage lautet in dem Zusammenhang auch, wie wir in einer Großstadt künftig mit der Natur umgehen. Dieser Frage geht die Erarbeitung eines Masterplanes zur Stadtnatur bis 2022 nach. Denn umwelt- und klimapolitische Themen bestimmen derzeit die medialen Schlagzeilen: Zwei Dürre-Sommer in Folge, Hitze-Rekorde, großflächig abgestorbene Bäume, Insektensterben,
Feinstaubbelastung u. a. Darüber hinaus sind auch die Bilder der Jahrhunderthochwasser noch in
Erinnerung.

In Chemnitz sind in den vergangenen Jahren bereits eine Vielzahl von Konzepte erarbeitet worden. Mit dem Masterplan Stadtnatur sollen diese um ein Gesamtkonzept ergänzt werden, dessen Hauptidee es ist, Chemnitz dauerhaft als lebenswerte Stadt zu erhalten und dabei die Lebensqualität weiter zu verbessern. Bürgerbeteiligungsformate zur Ausrichtung der Chemnitz-Strategie und zur Bewerbung als Kulturhauptstadt haben gezeigt, dass der Wunsch nach
einer Stadt mit vitalem, attraktivem und erlebbarem Grün als eines der großen Anliegen der Chemnitzerinnen und Chemnitzer eingefordert wird.

Warum ein Masterplan zur Stadtnatur?

Chemnitz ist eine der Städte der Bundesrepublik mit den meisten Grünflächen pro Einwohner. Daher geht es bei beim Masterplan Stadtnatur nicht darum, ein paar weitere Blumenwiesen anzulegen oder ein paar zusätzliche Bäume zu pflanzen. Es geht vielmehr darum, das vorhandene
Grün sinnvoll zu ergänzen, miteinander zu verbinden und für die Einwohner und ihre Besucher
erlebbar zu machen. Ziel muss es sein, die Biodiversität (also die Artenvielfalt) des Stadtgrüns zu steigern sowie durch Aufwertung und Umgestaltung des Stadtraumes eine Verbesserung
des Stadtklimas zu erzielen. 

Da Grün nachgewiesen nicht nur für die Erholung sondern auch für Gesundheit der Menschen unverzichtbar ist, sollte für alle Bevölkerungsschichten eine gleichwertige Verfügbarkeit/
Zugänglichkeit gewährleistet werden.

Dazu ist ein gutes Stück Überzeugungsarbeit bei den Chemnitzerinnen und Chemnitzern notwendig. Ziel ist deshalb, neue Ansätze der Bewertung von sogenannten „Ökodienstleistungen“
(ausgedrückt in Geld, welchen Wert Stadtgrün für die Stadtgesellschaft hat). So zeigt sich, dass Stadtgrün nicht nur Kosten verursacht, sondern durch ausreichend Grün in der Stadt eine Vielzahl anderer Kosten vermieden werden können. Diese sind vielleicht auf den ersten Blick abstrakt, zeigen sich aber beispielsweise bei der Bewältigung von Hochwasser- und Hitzeschäden, die Vermeidung von Gebühren für Niederschlagswasser beim Anlegen von Gründächern, Gesundheits- durch Umweltbelastungen, wenn sie die Kosten für besseres Grün bei weitem übersteigen und so einen deutlichen gesellschaftlichen und finanziellen Nutzen für alle darstellen. Zudem: Menschen fühlen sich wohler in einer Stadt, die sich rechtzeitig auf den Klimawandel einstellt und in der Stadtgrün für alle Menschen wie selbstverständlich jeden Tag aufs
Neue in Anspruch genommen werden kann.

So geht es weiter

Der Masterplan zum Stadtgrün soll in den kommenden zwei Jahren erarbeitet werden. Die Idee ist dem Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Sicherheit im November 2019 vorgestellt worden. Chemnitzerinnen und Chemnitzer sind nun aufgerufen, sich aktiv an der Erarbeitung des Masterplanes Stadtnatur zu beteiligen. Geplant sind unter anderem öffentliche Bürgerforen (Ankündigung rechtzeitig vorher im Amtsblatt). Die einzelnen Themenschwerpunkte des Masterplanes werden zudem an dieser Stelle in loser Folge vorgestellt.

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