Interessenbekundungsverfahren

Beschulung von Werkstufenklassen der Schulen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung in Bildungseinrichtungen privater, berufsbildender Bildungsträger

Auftraggeber:
Stadt Chemnitz
Schulamt
Friedensplatz 1
09111 Chemnitz
Telefon: 0371 488-4001
E-Mail: schulamt@stadt-chemnitz.de

Vergabeverfahren:
nichtförmliches Interessenbekundungsverfahren

Art der Leistung:    
Dienstleistung

Bezeichnung des Auftrages durch den Auftraggeber:
Beschulung von Werkstufenklassen der Schulen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung in Bildungseinrichtungen privater, berufsbildender Bildungsträger

Leistungsumfang/Leistungsspezifikation:

Gesetzliche Grundlagen

  • § 1 Schulgesetz des Freistaates Sachsen (SächsSchulG)
  • § 2 Schulordnung Förderschulen (SOFS)
  • Leistungsbeschreibung der Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung


Ziel

Die Werkstufenklassen der beiden Schulen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung (Schule „Am Zeisigwald“ und Janusz-Korczak-Schule) sollen in berufsbildende Einrichtungen privater Bildungsträger ausgelagert und als Außenstelle geführt werden. Die Kooperation soll eine verbesserte, lebenspraktische und berufsvorbereitende Beschulung der Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf in verschiedenen Berufsbereichen gewährleisten und durch praktische Tätigkeit den Erwerb von Schlüsselkompetenzen ermöglichen.

Allgemeine Anforderungen

Beide Außenstellen sollen je bis zu 3 Klassen aufnehmen und möglichst an einem Standort untergebracht werden. Für die lebenspraktische Beschulung sind in der Nähe liegende Einkaufsmöglichkeiten und eine gute ÖPNV-Anbindung notwendig. Das Lehrerpersonal wird durch das Landesamt für Schule und Bildung (LaSuB) bereitgestellt. Die sächlichen Voraussetzungen (Möbel, Arbeits- und Lehrmittel, technische Ausstattung usw.) für die Klassenräume werden durch den Schulträger gesichert. Der praktische Unterricht soll in Tandemarbeit mit qualifiziertem Personal des kooperierenden Bildungsträgers didaktisch-methodisch fundiert unter Verwendung der entsprechenden Ausstattung des Kooperationspartners erfolgen.
 

Räumliche Anforderungen

  • 3 - 4 behindertengerechte Klassenräume für Grundlegenden Unterricht und Ethik/Religion, planbar von 7 bis 15.30 Uhr  an 5 Tagen
  • 1      behindertengerechter Fachraum für Musik/Kunst, planbar von 7 bis 15.30 Uhr an 5 Tagen
  • 3 - 4 Werkstätten für Berufsorientierung, Werken/Textil, Arbeit und Beruf (mögliche Berufsbereiche lt. Lehrplan siehe Auflistung unten), planbar von 8 bis 14.30 Uhr an 5 Tagen
  • 1      Lehrküche, planbar von 8 bis 14.30 Uhr an 4 Tagen
  • 1      Beratungsraum/Lehrerzimmer
  • 1      Leiterzimmer
  • 1      Arztzimmer
  • 1      Speiseraum (Mitnutzung)
  • möglichst mehrere differenzierungs- und behindertengerechte Hygieneräume


Aus stundenplantechnischen Gründen soll der gesamte Unterricht beim Kooperationspartner durchgeführt werden. Sofern möglich, kann der Bildungsträger auch den Sport- und/oder Schwimmunterricht (24 Wochenstunden) abdecken. Laut Stundentafel für Schulen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung gelten folgende Richtstundenzahlen in der Werkstufe:

  • 8 Std.     Grundlegender Unterricht (Wahrnehmung, Denken, Bewegung, Kommunikation,    Persönlichkeit und soziale Beziehungen, Deutsch, Mathematik, Sachunterricht,     Selbstständige Lebensführung, Berufsorientierung)
  • 20 Std.   Fachorientierter Unterricht (davon 2 Hauswirtschaft, 6 Arbeit und Beruf, 2 Kunst,    2 Musik, 2 Werken, 2 Ethik/Religion, 4 Sport)


Im Bereich Arbeit und Beruf soll eine realitätsnahe Arbeitserprobung erfolgen, die z. B. in folgenden Berufsbereichen möglich ist:

Holztechnik, Bautechnik, Metalltechnik, Textiltechnik und Bekleidung, Druck- und Medientechnik, Farbtechnik und Raumgestaltung, Gartenbau/Landwirtschafts- und Tierpflege/Forst, Elektrotechnik, Fahrzeugtechnik, Ernährung und Hauswirtschaft, Gesundheit und Pflege, Wirtschafts- und Verwaltungsdienstleistungen.

Grundlagen der Zusammenarbeit:              

  • Abschluss einer Kooperationsvereinbarung zwischen der Stadt Chemnitz als Schulträger, dem Beruflichen Bildungsträger sowie den beiden Schulen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung
  • Abschluss eines Nutzungsvertrages zwischen der Stadt Chemnitz und dem Beruflichen Bildungsträger über die Räume, Werkstätten, Lehrküche etc.
     

Zeitlicher Rahmen:

Einreichungsfrist für die Unterlagen der Interessenbekundung: 22.02.2019
Der Projektstart ist nach Möglichkeit zum Beginn des Schuljahres 2019/20 abzusichern.

Einreichungsstelle:

Stadt Chemnitz, Schulamt, Friedensplatz 1, 09111 Chemnitz, Zimmer B 319

Einzureichende Unterlagen:

  • begründete schriftliche Interessenbekundung einschließlich Nachweis des Trägers zur Rechtsform
  • grundsätzliches Selbstverständnis/Leitbild des Trägers
  • Nachweis über die wirtschaftliche Lage
  • Leistungsbeschreibung zum Angebot
  • Referenzen bzgl. der Erfüllung vergleichbarer Aufgaben
  • Absicherung des Projektstartes zum Schuljahresbeginn 2019/20


Eine Jury aus den Schulleitern beider Schulen und Vertretern von LaSuB und Schulamt wird die eingereichten Unterlagen bewerten.
 

Auskünfte erteilen:

Herr Lange, 0371 488-4023, martin.lange@stadt-chemnitz.de

Frau Neubert, 0371 488-4020, marion.neubert@stadt-chemnitz.de