Entwurf für Oberschule an der Hartmannstraße steht fest


07.06.2018
Pressemitteilung 418

Ergebnisse des Architekturwettbewerbes sind ab morgen in der Alten Hartmannhalle ausgestellt

Baubürgermeister Michael Stötzer hat heute den Gewinnerentwurf des Wettbewerbs für den Neubau einer innerstädtischen Oberschule an der Hartmannstraße vorgestellt: Der 1. Preis geht an das Dresdner Büro Code Unique Architekten zusammen mit Impuls Landschaftsarchitektur aus Jena. Code Unique hatte sich auch schon im Wettbewerb um den Schwimmsportkomplex Bernsdorf durchgesetzt.

Der Siegerentwurf überzeugte die Jury, in dem er die anspruchsvolle Aufgabe, eine Stadtschule für etwa 600 Schülerinnen und Schüler, mit einer optisch eleganten Idee gelöst hat. Dem Büro sei ein eigenständiger Pavillon gelungen, der im Straßenraum Präsenz zeigt, ohne in Konkurrenz zum Polizeipräsidium gegenüber treten zu wollen. Es handelt sich vielmehr um ein luftiges, leichtes Konzept, das intelligente und interessante Lösungen für die Straßensituation biete. So entsteht eine offene, zentrale Eingangshalle, die kurze Wege in die verschiedenen Gebäudeteile ermögliche. Nicht zuletzt bietet das Gebäude eine übersichtliche, funktionale Gliederung der Unterrichtsbereiche.

 

Der 2. Preis wurde ppp Architekten + Stadtplaner Hannover mit Lohaus + Carl Landschaftsarchitekten + Stadtplaner zuerkannt. Den 3. Preis vergab die Jury an die Bewerbergemeinschaft Neumann Architekten/Reiter Architekten aus Plauen mit Architektur Concept Pfaffhausen + Staude aus Zwickau.

 

Anerkennungen wurden die Bewerbergemeinschaft Rieger Architektur / Jordan Balzer Schubert Architekten Part G mit LOR Landschaftsarchitekten Otto + Richter sowie RBZ Generalplanungsgesellschaft mit Storch Landschaftsarchitektur (jw. Dresden) zuerkannt.

 

Vom 8. bis 21. Juni 2018 werden die Wettbewerbsarbeiten öffentlich in einer Ausstellung in der Alten Hartmannfabrik (Fabrikstraße 11) von Montag bis Samstag von 10 bis 17 Uhr gezeigt.

 

Hintergrund Architekturwettbewerb zum Schulneubau

 

Gemäß einem Stadtratsbeschluss vom April 2016 plant die Stadt den Neubau einer Oberschule auf dem Grundstück an der Hartmannstraße. Damit reagiert die Stadt auf das steigende Schüleraufkommen im Oberschulbereich (Klassen 5 bis 10).

 

Der Standort Hartmannstraße bietet die Möglichkeit für den Neubau eines zentrumsnahen, vierzügigen Oberschulstandortes. Im Zusammenhang mit der Nutzung der Richard-Hartmann-Halle kann für den Sportunterricht die vorhandene Infrastruktur einbezogen werden. Durch die innerstädtische Lage und die gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr kann der Neubau mehrere Oberschulstandorte entlasten.

 

Derzeit werden die Kosten für den Neubau einer vierzügigen Oberschule auf 27 Millionen Euro prognostiziert. Erste bauvorbereitende Arbeiten sollen im 2. Halbjahr 2019 beginnen, der eigentliche Baubeginn für das neue Schulgebäude wird im Herbst 2020 avisiert. Voraussichtlich mit Beginn des Schuljahres 2022/23 werden schließlich die ersten Schülerinnen und Schüler in die Schule einziehen.


Der heute beendete Architekturwettbewerb war einschließlich der Freianlagen ausgeschrieben mit dem Ziel, in städtebaulicher, funktionaler, wirtschaftlicher, energetischer und architektonischer Hinsicht überzeugende Entwürfe zu erhalten. Von den insgesamt 20 ausgewählten Teilnehmern haben 17 entsprechende Entwürfe eingereicht. Die Jury bestand aus bundesweit tätigen Fachpreisrichtern, Baubürgermeister Michael Stötzer und Stadträten als Sachpreisrichter. Amts- und Abteilungsleiter der Stadt Chemnitz, ein Vertreter des Landesamtes für Schule und Bildung (Standort Chemnitz), die Behindertenbeauftragte der Stadt Chemnitz sowie jeweils einem Vertreter des Kreisschülerrats und Kreiselternrats waren als beratende Sachverständige vertreten.

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Pressestelle Stadt Chemnitz