Jahresrückblick 2019: Oktober bis Dezember

Kulturhauptstadt-Bewerbung in Berlin angekommen

Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig stellte gemeinsam mit dem Projektleiter und Leiter des Chemnitzer Kulturbetriebes Ferenc Csák das Bid Book zur Kulturhauptstadt-Bewerbung Chemnitz 2025 im Wirkbau der Öffentlichkeit vor.

Am 1. Oktober stellten die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig und der Projektleiter der Bewerbung, Ferenc Csák, in Berlin bei der Kulturstiftung der Länder die Bewerbung der Stadt Chemnitz um den Titel »Kulturhauptstadt Europas 2025« vor. Neben Chemnitz präsentierten auch die Städte Dresden, Zittau, Gera, Hannover, Hildesheim, Magdeburg und Nürnberg ihre Bewerbung
um den Titel »Europäische Kulturhauptstadt 2025«. Zwei Tage zuvor hatten die Chemnitzer anlässlich der Tage der Industriekultur im Wirkbau die Gelegenheit, das Bewerbungsbuch ihrer Stadt kennenzulernen.


Parkeisenbahn

Die Chemnitzer Parkeisenbahn feierte am 12. Oktober ihren 65. Geburtstag. Die Faszination der kleinen Schmalspurbahn im Küchwald ist bei Chemnitzern und Gästen, Groß und Klein, ungebrochen. Die 1954 eröffnete Anlage hat eine Streckenlänge von 2,3 Kilometern und eine Spurweite von 600 Millimetern.


Bürgerbeteiligung für die Chemnitz-Strategie

Nach der Auftaktveranstaltung im März ging die Chemnitz-Strategie im Herbst in die zweite Runde. Auf verschiedenen Veranstaltungen wurden erste Vorschläge für die Ziele der Stadt für das Jahr 2040 zur Diskussion gestellt. So konnten an zwei »Langen Tafeln« in der Markersdorfer Oase und der Sachsen-Allee, bei Fachdialogen mit lokalen Akteuren und im Online-Dialog wertvolle Hinweise
für die Weiterentwicklung des gesamtstädtischen Leitbildes für Chemnitz gesammelt werden. Auch
die jüngere Generation erhielt mit dem »Entdecker-Space 2040« auf dem Schlingel-Filmfestival ein spezielles Angebot. Auf der Basis all dieser Ergebnisse aus der Beteiligung werden die Ziele nun überarbeitet, verdichtet und durch Strategien und Fokusräume untersetzt. Diese werden in einem Offenen Atelier im Frühjahr 2020 erneut öffentlich zur Diskussion gestellt, bevor sie in die  Entwurfsfassung gegossen werden.


Neue Stolpersteine

Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig und Grit Bochmann, Leiterin der Volkshochschule (v.l.) verlegten den Stolperstein für Gertrud Stern in der Geibelstraße 40. Die Patenschaft für diesen Stein hat die Volkshochschule übernommen.

21 Stolpersteine sind am 5. Dezember zu den 195 bereits in Chemnitz verlegten hinzugekommen. Seit mehr als 26 Jahren werden Stolpersteine in ganz Europa verlegt und erinnern an Menschen, die den Gräueltaten der Nationalsozialisten ausgesetzt waren.


European Energy Award

Am 4. November nahm Bürgermeister Miko Runkel in Dresden zur 12. Jahrestagung »Kommunaler
Energie-Dialog Sachsen« den European Energy Award in Gold für Chemnitz entgegen. Mit der  Auszeichnung wird die erfolgreiche Klimaschutzpolitik der Stadt gewürdigt. Im Energieteam der
Stadt arbeiten ver- schiedene Fachämter, kommunale Unternehmen sowie Kammern, Vereine und Verbände eng zusammen. Zudem wird auch mit der TU Chemnitz intensiv kooperiert. Projekte werden gemeinsam geplant und umgesetzt. Der European Energy Award ist ein europäisches Zertifizierungsverfahren für die kommunale Klimaschutzpolitik.


Chemnitz ist weiter!

Jubelnde Chemnitzerinnen und Chemnitzer im Rathaus. Am 12. Dezember hat die europäische Jury ihre Entscheidung bekannt gegeben, welche der acht deutschen Bewerberstädte es in die nächste Runde um den Titel »Europäische Kulturhauptstadt 2025« schaffen.

Als einzige sächsische Großstadt hat Chemnitz die Hürde genommen und steht mit den Städten Magdeburg, Hannover, Nürnberg und Hildesheim auf der deutschen Shortlist im Bewerbungsverfahren um den Titel »Europäische Kulturhauptstadt 2025«. Die Bekanntgabe konnte über Livestream verfolgt werden. Im Stadtverordnetensaal des Rathauses waren die Chemnitzerinnen und Chemnitzer zum Public Viewing eingeladen. Nach Bekanntgabe der Gewinnerstädte durch die Jury- Vorsitzende Sylvia Amann brach Jubel los. Gemeinsam mit einer slowenischen Stadt wird eine deutsche diesen Titel tragen. Chemnitz, Dresden, Gera, Magdeburg und Zittau, Hannover, Hildesheim und Nürnberg hatten am 30. September 2019 ihre Bid Books als »Kulturhauptstadt Europas 2025«-Kandidaten bei der Kulturstiftung der Länder abgegeben. Für diese acht Bewerber galt es nun Mitte dieser Woche, die europäische Jury zu überzeugen und die nächste Runde zu erreichen. Dazu entsandte jede der acht Städte ein Bewerberteam nach Berlin. Bis zum Sommer 2020 muss jetzt die Bewerbung konkretisiert und neu eingereicht werden. Die endgültige Entscheidung, welche Stadt Kulturhauptstadt Europas 2025 wird, fällt im Herbst 2020.