fünffingriges eidechsenähnliches Reptil gefunden
Die Faszination, die von dem ersten tierischen Fossil in Hilbersdorf ausgeht, gründet sich auch darauf, dass die Ausgrabungsstelle nun ein wirkliches Ökosystem widerspiegelt – ein permzeitliches Biotop, das an Ort und Stelle durch einen Vulkanausbruch vor 290 Millionen Jahren konserviert wurde. „Durch diesen Fund wird es möglich, komplexe Nahrungsketten und Lebensräume zu rekonstruieren“, so Museumsdirektor Ronny Rößler.
In ganz Europa wurden erst zwei Skelettfunde gemacht, die mit dem des Chemnitzer Sauriers vergleichbar sind. Seine genaue Bestimmung wird Dr. Ralf Werneburg vom Naturhistorischen Museum in Schleusingen vornehmen, nachdem das wertvolle Tier sorgsam präpariert wurde. Der Sensationsfund hat die Motivation und den Forschergeist des Museumsteams einmal mehr geweckt.
Spätestens 2010, wenn der Startschuss zum „Fenster in die Erdgeschichte“ im Chemnitzer Stadtteil Sonnenberg fällt, darf mit weiteren geologischen Höhepunkten gerechnet werden.
Für weitere Nachfragen stehen zur Verfügung:
Dr. Ronny Rößler, Museum für Naturkunde Chemnitz Tel.: 0371/4884550
Dr. Ralf Werneburg, Naturhistorisches Museum Schleusingen Tel.: 036841/531212
Prof. Jörg W. Schneider, TU Bergakademie Freiberg Geologisches Institut, Abteilung Paläontologie Tel.: 03731-39-2856