Megadendron saxonicum – 1751 gelang Edelgestein-Viceinspektor David Frenzel dieser Fund eines vorzeitlichen Nadelbaumes mit ansitzenden Wurzeln.
Diese paläobotanische Ausgrabung wurde auch international bekannt. Das Dresdnische Magazin berichtete 1759 ausführlich über den Aufsehen erregenden siebentägigen Transport des Stammes auf einem eigens dafür angefertigten, von 28 Pferden bespannten Wagen nach Dresden. Über ein Jahrhundert war der Hilbersdorfer Schatz im Dresdner Zwinger zur Schau gestellt, bis er 1849 beim einem Brand zerstört wurde.
Die großflächigen Entdeckungen des urzeitlichen Schatzes waren im 18. Jahrhundert durch das rasante Wachstum der Stadt Chemnitz möglich. Nach 1870 wurden während des Baus von Straßen und Häusern in Neuhilbersdorf viele versteinerte Bäume gefunden.
Das damals einzige städtische Musuem, die Lechlasche Villa in der Annaberger Straße, nahm 1875 die anwachsende Sammlung auf und machte sie dem Publikum zugänglich. Der Gründer der Städtischen Naturwissenschaftlichen Sammlungen, Johann Traugott Sterzel, bemühte sich, die interessanten Funde zu einem Naturdenkmal zu vereinigen.
Baumeister Max Güldner (1872-1947) hat sich bei der Bergung der Kieselhölzer bleibende Verdienste erworben. Er unterhielt ein Baugeschäft an der Frankenberger Straße 140 und baute um die Wende des 19. zum 20. Jahrhundert an der Frankenberger Straße und Hilbersdorfer Straße stattliche Wohnhäuser. Dabei stieß er bei Schachtungsarbeiten auf das Hauptfundgebiet der Hilbersdorfer Kieselhölzer.
Güldners Verdienste waren es, dass die geborgenen Kieselhözer unter fachkundiger Anleitung von Otto Weber sicher geborgen werden konnten. Dieser machte Güldner mit Professor Sterzel bekannt und leitete damit jene gute Zusammenarbeit ein, in deren Ergebnis Güldner viele versteinerte Stämme dem Museum schenkte, die jetzt unter der Glaskuppel des Tietz stehen.
Der Berliner Baurat Orth, der nach 1875 das Ackerland zweier Hilbersdorfer Güter gekauft hatte, übergab die Fundstücke des Versteinerten Waldes aus diesen Gebieten an die Naturwissenschaftliche Gesellschaft in Chemnitz.