Auch bezogen auf die einzelhandelsrelevante Kaufkraft liegt Chemnitz weit über dem sächsischen Durchschnitt und ist neben Dresden führend in Sachsen.
Diese positiven Grunddaten dürfen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es nach wie vor einer großen Kraftanstrengung bedarf, damit sich die eindrucksvolle Entwicklung der Innenstadt auch zukünftig fortsetzen kann. Vergegenwärtigt man sich, dass die Verkaufsfläche pro Einwohner mit ca. 2,2 m² einen im Vergleich zu anderen bundesdeutschen Städten bereits hohen Wert aufweist, wird sofort einsichtig, warum die Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung in dem von ihr erstellten Zentrenkonzept 2001 empfohlen hat, den in der Gesamtstadt noch vorhandenen Spielraum zur Ansiedlung von Einzelhandelsunternehmen für den Ausbau der Versorgungslagen im Stadtzentrum zu verwenden. Doppelstrategie für einen attraktiven Einzelhandelsstandort.
Um die o. g. günstigen Rahmenbedingungen zugunsten einer funktionstüchtigen Innenstadt mit einem wettbewerbsfähigen Einzelhandel auszuschöpfen, wird in Chemnitz eine Doppelstrategie verfolgt:
- Weitere Attraktivitätserhöhung der Innenstadt durch Schaffung von Nutzungsvielfalt und Multifunktionalität (Kultur- und Freizeitangebote, Gastronomie, Wohnen, Einzelhandel, Büro und Dienstleistungen) sowie durch verbesserte Aufenthaltsqualität
- Steuerung von Einzelhandelsvorhaben durch das Zentrenkonzept für den Bereich Einzelhandel, um eine Ansiedlung von innenstadtrelevanten Nutzungen an dezentralen und nicht integrierten Standorten zu verhindern.