Nach der nahezu vollständigen Zerstörung der Chemnitzer Innenstadt am Ende des 2. Weltkrieges wurde in den 60er Jahren mit der Umsetzung eines neuen Innenstadtkonzeptes begonnen.
Hierbei wurde die Straße der Nationen als wichtige innerstädtische Magistrale entwickelt. Obwohl sie von Beginn an von bedeutenden Kultur-, Freizeit- und Verwaltungseinrichtungen sowie Einzelhandelsgeschäften flankiert wurde, konnte die Straße der Nationen ihre Funktion als Rückgrat der Innenstadt nicht ausreichend entfalten. Überbreite Verkehrsflächen und fehlendes Grün sowie ein Mangel an funktioneller Dichte führen zu den erheblichen Defiziten an Erlebnis- und Aufenthaltsqualität.
Die Straße der Nationen verbindet das Zentrum mit dem um den Markt gruppierten Ensembles mit dem kulturellen Brennpunkt der Stadt, dem Theaterplatz mit Oper und Kunstsammlungen. Dabei stellt die Straße der Nationen die Verknüpfung zum Hauptbahnhof her. Sie ist und bleibt damit eine der wichtigsten städtebaulichen und funktionalen Entwicklungsachsen der Chemnitzer Innenstadt.