Ähnlich wie das Rathausumfeld hat auch das "Markthallenviertel" mit dem Seeberplatz als Zentrum seit 1990 eine positive Entwicklung genommen.
Die Verbindung zwischen der zentralen Innenstadt und dem Chemnitzfluss war Anfang der 90er Jahre durch ungeordnete Bebauungs- und Grundstücksverhältnisse völlig verstellt. Die Straße an der Markthalle erinnerte an eine desolate Holperpiste, das Freiflächenareal neben der Markthalle war nicht betretbar.
Ein wichtiges Ziel der Stadtentwicklung nach 1990 bestand darin, das Gebiet an der Chemnitz mit der Innenstadt zu verknüpfen.
Durch eine Vielzahl privater und öffentlicher Investitionen ist es gelungen, eine attraktive Wegeführung zwischen der neuen City und dem Markthallenviertel zu schaffen und dieses zu einem belebten urbanen Raum zu entwickeln.
Hier sind besonders hervorzuheben:
- der SchmidtBank-Komplex, der mit einer Passage und dem Innenhof das Markthallenviertel mit dem unmittelbaren Stadtzentrum verknüpft und durch Läden, Gastronomie, Dienstleistungsangebote, Büros und Wohnungen wesentlich zur Nutzungsvielfalt des Gebietes beiträgt,
- die rekonstruierte Markthalle, die neben Einzelhandelsgeschäften auch ein Kabarett und Kneipen beherbergt,
- das Büro- und Geschäftshaus BfA, welches ganz wesentlich zur stadträumlichen Ausbildung und Belebung des Seeberplatzes beiträgt und über seine Passage die direkte Verbindung zur Chemnitz herstellt,
- das Kinocenter "CineStar - Luxor" einschließlich Puppentheater als besonderer Publikumsmagnet,
- der Hedwighof, der durch eine Vielzahl von Wohn- und Geschäftshäusern umschlossen wird und der insbesondere durch seinen Innenhof das Viertel belebt.
Verschiedene publikumswirksame Events wie der eine künstliche Strandatmosphäre zaubernde "CityBeach" oder die Filmnächte am Chemnitzufer beleben die City am Seeberplatz.
Der neue Stadtplatz und die Fußgängerpassage zur SchmidtBank-Passage öffnen das städtische Raumgefüge zur Chemnitz und erschließen damit einen attraktiven Erlebnisbereich. Die Fußgängerbrücke über die Chemnitz führt die Erlebnisachse schließlich bis zur Hartmannhalle und zum Festplatz fort.
Die besonderen Merkmale des Seeberplatzes bestehen einerseits in der Einbeziehung des angrenzenden Straßenraumes in die Platzgestaltung und andererseits in seiner Verbindung zur Chemnitz in Form einer fächerartigen Treppenanlage an der Westseite des Platzes.