Sehr geehrte Mitglieder der Jury,
Chemnitz ist eine Stadt der Wissenschaft – und Sie können es live erleben. Genauso wie die Chemnitzer Bürger, von den Allerkleinsten bis zu den Senioren. Sie alle werden staunen und mit allen Sinnen erleben, welches geistige Potenzial in Chemnitz steckt:
- Forschung wird anfassbar.
- Wirtschaft macht hellhörig.
- Lernen bekommt Würze.
- Wissenschaft wird anschaulich.
- Kultur weckt Genuss.
Das alles zusammen wird weit über das Jahr 2011 hinaus Lust machen auf Chemnitz und das spannende Wechselspiel zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur.
Denn vor allem das intensive Miteinander der Stadtverwaltung Chemnitz, der Technischen Universität Chemnitz, der Forschungseinrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft, des sich entwickelnden Smart Systems Campus und der regionalen Wirtschaft macht Chemnitz zum modernen Technologie-Standort. Die Stadt spielt gleich auf mehreren Feldern ganz vorn mit: beim Maschinen- und Automobilbau, in der Mikrosystemtechnik, in der Textilforschung. In den letzten wissenschaftlichen Städtevergleichen der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft zählte Chemnitz immer zu den fünf wirtschaftsfreundlichsten Städten Deutschlands. Doch all die wissenschaftlichen Leistungen und wirtschaftlichen Erfolge sind den Bürgern der Stadt nicht umfassend bewusst.
Wie auch? Spitzenforschung erklärt sich nicht von allein. Und was die Chemnitzer Unternehmen fertigen, sind keine Konsumgüter, die die Menschen aus ihrem Alltag kennen, sondern spezielle Komponenten für den Hightech-Bereich. Schon deshalb reizt uns die Idee: Ein Jahr lang erlebbar und begreifbar zu machen, wieviel Zukunft in Chemnitz jeden Tag entsteht. Die Stadt der Moderne präsentiert sich als kreativer Ort voller Freiräume.
Wobei Freiräume in Chemnitz nicht nur als dankbare Aufgabe gelten, sondern auch als große Herausforderung.
Die demografische Entwicklung der Stadt stellt uns vor beispielhafte Entscheidungen. In keiner deutschen Großstadt liegt das Durchschnittsalter höher als in Chemnitz. Selbst eine ausgeglichene Statistik der Zu- und Wegzüge kann nicht verhindern, dass die Stadt schrumpft. Die Freiräume in Chemnitz sind also nicht unbedingt gewollt – wir nehmen sie aber als Impuls für eine einfallsreiche Stadtentwicklung.
Und deshalb versteht sich Chemnitz auch als Modellstadt. Denn vielen deutschen Städten ist eine ähnliche Entwicklung prognostiziert. Doch wir sind vor allen anderen gefordert, unseren vermeintlichen Nachteil im Wettbewerb der Regionen zum Vorteil zu gestalten.
„Weniger ist manchmal mehr“, behauptet der Volksmund und beschreibt treffend unsere Vision.
Wir nennen Sie nur anders: 1 + 1 = 11.
Denn für die Zukunft von Chemnitz haben wir 1 + 1 vordringliche Aufgaben. Wir nennen sie „ReGeneration der Kräfte” und „Denken im Zentrum“. Mindestens 11 nachhaltige Wirkungen soll die Lösung der beiden Aufgaben mit sich bringen.