Vom 25. November bis 31. Dezember 2005 organisierte die Stadt Chemnitz zum zweiten Mal einen deutschen Weihnachtsmarkt in ihrer amerikanischen Partnerstadt Akron. Am 25. November eröffnete der Chemnitzer Bürgermeister Detlef Nonnen in Akron gemeinsam mit seinem amerikanischen Amtskollegen Bürgermeister Donald Plusquellic den Weihnachtsmarkt und hatte ein ganz besonderes Geschenk der deutschen Partnerstadt Chemnitz zu überreichen: einen überdimensionalen echt erzgebirgischen Schwibbogen!
Die beiden Türmer Stefan Weber (li.) und Alexander Albrecht (re.) vermittelten die Verbindung zu ihren Zwönitzer Nachtwächter-Kollegen, die bereits über entsprechende Erfahrungen verfügten. Unter der fachgerechten Leitung von Nachtwächter Klaus Dittmann (Mitte), hauptberuflich bei der Zwönitzer Stadtverwaltung angestellt, entstand in vielen Stunden fleißiger Arbeit dieses besondere Kunstwerk – ein Riesen-Schwibbogen aus dem Erzgebirge für die amerikanischen Freunde in Akron.
Zwönitzer Nachtwächter übergibt den Riesenschwibbogen an den Türmer der Stadt Chemnitz
Bürgermeister Detlef Nonnen beim Anschneiden des Stollens 2005
Der Bundesstaat Ohio im Osten der USA hat fast 60 Prozent deutschstämmige Einwohner. Wenn auch bei vielen die Einwanderung bereits eine oder mehrere Generationen zurückliegt, so pflegen viele die Tradition rund um das Weihnachtsfest. Deshalb verwundert es nicht, dass in der Partnerstadt der 2004 erstmals durchgeführte Weihnachtsmarkt nach deutschem Vorbild begeistert aufgenommen wurde. Besonders gefragt waren und sind Stollen, Bratwurst und Glühwein. Doch auch Holzschnitzereien und Drechselarbeiten fanden guten Absatz.
Auch 2005 waren einheimische Händler aus Sachsen wieder mit dabei. 12 Hütten nach Chemnitzer Vorbild und ein Festzelt für kullinarische Genüsse standen in Akron bereit. Und dabei waren u.a. die Chemnitzer Eisläufer und die Tanzcompany. Die Oelsnitzer Blasmusikanten waren als Bergmannskapelle ein Höhepunkt der Santa Claus Parade.