Der berühmte halbrunden Kaufhaus-Bau in der Brückenstraße in Chemnitz – ein Werk des bedeutenden Architekten Erich Mendelsohn, entworfen 1927 und drei Jahre später, 1930 eröffnet – wird das Haus der Archäologie in Chemnitz.
Nach fast zwei Jahren Bauzeit wurde Ende November 2011 das Baugerüst entlang der gewölbten Fassade demontiert.
Die sechs Vollgeschosse der horizontal komponierten Betonvorhangfassade beeindrucken nun wieder mit den nicht unterbrochenen Fensterbändern, die sich mit travertinverkleideten Brüstungsbändern abwechseln.
Die Verkleidungen der Brüstungsbänder sind komplett erneuert worden. Neue, helle Travertinplatten (Kalkstein) ersetzen die verwitterten, alten Platten. Um dabei allen denkmalpflegerischen Auflagen zu entsprechen, ließ man diese in demselben Steinbruch im bayerischen Kelheim an der Donau brechen, aus dem schon die Platten für den Originalbau aus dem Jahre 1930 stammten.
Bereits jetzt lässt sich der ursprüngliche von Erich Mendelsohn erdachte Gestaltungsansatz erahnen: tagsüber wirken die hellen Travertin-Brüstungsbänder und die Fensterbänder erscheinen dunkel; während sich in der Nacht durch die künftige Innenraumbeleuchtung diese Wirkung umkehren wird und dann die Travertinbänder dunkel wirken und die beleuchteten Fensterbänder hell erscheinen.
Im Herbst 2013 wird das künftige Landesmuseum für Geschichte und Archäologie Sachsens seine Eröffnung feiern.