Im Mittelpunkt des 11. Tag des offenen Denkmals 2003 stand unter dem bundesweiten Motto "Geschichte hautnah: Wohnen im Baudenkmal". Dabei ging es um die Schwerpunktthemen: wie lebt es sich in historischen Gemäuern? Was ist bei einer Umnutzung eines Baudenkmals zu Wohnzwecken hinsichtlich der Originalsubstanz und der Struktur der Innenräume zu beachten? Welche Erfahrungen haben die Bewohner selbst?
Die bundesweite Eröffnungsveranstaltung fand am 14. September 2003 in Lübeck statt, das als Denkmalstadt und Weltkulturerbe weit über seine Grenzen hinaus bekannt ist.
Mittelpunkt in Chemnitz war die Gartenstadt Gablenzsiedlung. Zu sehen waren die Diesterweg-Mittelschule, die Geibelstraße 41/43, der Marktbrunnen, die Zeisigwaldschänke und Mietwohnhäuser der Gründerzeit. Führungen durch die Gablenzsiedlung hoben die farbliche und städtebauliche Gestaltung des Wohngebietes hevor und zeigten die sanierungstechnische Leistung, die allen Ansprüchen des modernen Lebens gerecht werden . Zusätzlichen fanden Vorträge zur Siedlung und zu Chemnitz in den Zwanziger Jahren statt, es gab Infostände, Ausstellungen und kulturelle Beiträge der Schülerinnen und Schüler der Diesterwegmittelschule.
Die Besucher der bereits vor 70 Jahren in Bauhausstil errichteten Diesterwegschule überzeugten sich von einem baulich und funktionell intakten Gebäude. Auch der Stand der Sanierungsarbeiten an der Zeisigwaldschänke beeindruckte alle Gäste. Die ehemals schönste Ausflugsgaststätte wird wieder im Originalzustand errichtet.
Mietswohnhäuser der Gründerzeit waren geöffnet, deren historische Fassaden, Eingangsbereiche und Treppenhäuser wieder originalgetreu hergerichtet wurden.