Europaweit wird jährlich am zweiten Sonntag im September der "Tag des offenen Denkmals" veranstaltet.
Die Eröffnung des Tages des offenen Denkmals 2006 in Chemnitz war am 10. September 2006 11 Uhr in der Schloßkirche.
Im Mittelpunkt des Denkmaltages 2006 standen die grünen Seiten der Stadt in Führungen und Rundgängen, in Ausstellungen und Exkursionen.
Chemnitz gehörte zu den ersten deutschen Städten, die bereits Mitte des 19. Jahrhunderts mit dem Anlegen begrünter Stadtplätze begannen. Ende des 19. Jahrhunderts, in der Blütezeit der Industrialisierung und dem starken Anwachsen der Einwohnerzahl, entstanden große Parks und Grünanlagen. Der Gartenarchitekt Otto Werner, seit 1882 in Chemnitz Stadtgärtner und ab 1900 Städtischer Gartendirektor, erwarb sich große Verdienste für den Erhalt und die Schaffung städtischen Grüns. In den Jahren seines Wirkens entstanden 14 repräsentative Stadtplatzanlagen und zwei große Volksparks: Der Stadtpark und der Küchwaldpark.
"Die Bedeutung der öffentlichen Garten- und Parkanlagen als einer der ersten erkannt zu haben, dessen darf sich unsere Stadt gern rühmen. Viele andere bedeutende deutsche Städte folgten diesem Beispiel viele Jahre später."
Otto Werner [1911]
Besonders Besucher bemerken die großen und kleinen grünen Inseln, nicht nur am Stadtrand, sondern gerade auch im innerstädtischen Bereich. Diese Anlagen zwischen dem Schloßteichgelände und dem Schönherrpark mit Schloßplatz, Schloßberganlagen und Schloßfriedhof sowie der Stadtpark stehen im Mittelpunkt des Tages des offenen Denkmals 2006.
Besucher erhalten Informationen über die Garten- und Grünanlagenpflege und den Denkmalschutz. In Führungen, Rundgängen und in Ausstellungen werden Parks, Stadtplätze und Anlagen in ihrer geschichtlichen Entstehung, Entwicklung, Erhaltung und Pflege vorgestellt.