Das Kellerhaus gehört zu den ältesten Gebäuden in unserer Stadt. Bauarchäologische Untersuchungen von Teilen des Kellers weisen bis in die Mitte des 15. Jahrhunderts, also in die Zeit, in der das Benediktinerkloster Chemnitz noch bestand. Aus schriftlichen Quellen geht hervor, dass ein Schankhäuschen über dem Keller bereits vor 1680 existierte. Interessant sind die Auseinandersetzungen der Witwe mit dem Rat und der Bürgerschaft von Chemnitz. Da die Stadt seit 1334 das sogenannte Bannmeilenprivileg besaß, hatte sie über die Schankkonzession zu befinden. Diese Dokumente, die vor allem im Stadtarchiv liegen, vermitteln ein stimmungsvolles Bild historischer Stationen im Kellerhaus.
Familie Fritzsche, die bereits 1997/08 das älteste der heute erhaltenen Häuser unter dem Schloßberg sanierte, restauriert seit vorigem Jahr die beiden Häuser: Schloßberg 02 - das Kellerhaus - und Schloßberg 03 - Zur Schloßbergmühle. Beide Gebäude können am Tag des offenen Denkmals besichtigt werden, gegen 15.30 Uhr erfahren Sie (von Gabriele Viertel, Leiterin des Stadtarchivs) einiges zur Geschichte. Durstige können schon vor der eigentlichen Eröffnung das schwarze "Hilariusbier" probieren.