mit der Robert-Schumann-Philharmonie und der Berliner Band APPARATSCHIK unter der Leitung von Domonkos Héja
Der 7. Oktober ist ein geschichtsträchtiges Datum, und hätte BEGEGNUNGEN seine 20. Auflage noch zu Zeiten der DDR erlebt, wäre eine Großveranstaltung der Partei zu Ehren des 57. Republikgeburtstages mit gratulierenden Gästen der Bruderländer wahrscheinlich auf dem Programm gewesen. Wesentliche Bestandteile des mit einer jungen Musikgruppe aufgefrischten Festkonzerts der renommierten Robert-Schumann-Philharmonie fänden darin wohl auch ihren Platz, allerdings keinesfalls so heiter, so unverkrampft und frech-mitreißend wie wir sie für das Jahr 16 nach der Wende versprechen können. Vor allem gäbe es wohl kaum jene friedliche Koexistenz von russischer und amerikanischer Musik aus dem 20. Jahrhundert, die mit der Freude über ihre Großartigkeit auch jene der Überwindung von Gräben einschließt und Ost und West langsam, aber sicher zusammen wachsen lässt.
Wer zum Chemnitzer Opernball 2006 die überbordende Begeisterung miterleben konnte, welche die Band APPARATSCHIK hervorgerufen hat, der kann nur vermuten, dass ein Crossover zwischen dem beliebten und international-gefragten Klangkörper unseres Theaters und den jungen Musikern aus Berlin hohen Kunstgenuss und beste Stimmung garantieren.
Aus dem Osten im Westen angekommen, gründete Oljég Matrosov im Jahre 1988 die Gruppe APPARATSCHIK in Berlin Kreuzberg. Im Dschungel des westlichen Mainstream vermisste er Tiefe und Sehnsucht und machte es sich zum Anliegen, diese in seiner Musik weiter bestehen zu lassen. Er tauschte seine Stromgitarre gegen die dreisaitige Balalaika und begann mit seinem neuen Projekt einen musikalischen Stil zu entwickeln, der einen Bogen zwischen alter und neuer Musik spannen sollte: APPARATSCHIK.
APPARATSCHIK bieten mit Balalaika, Akkordeon, Bass, Schlagzeug und einer Stimme, die "unter die Haut geht", eine witzig-liebevoll ironische Show in Originalkostüm mit nötigem Pathos. Ihre Musik ist ein Mix aus russischer Volksmusik, Ska, Rock und Polka. Als populäre Vertreter der neuen deutschen "Russenparty-Szene" arbeiten sie inzwischen international (Lowland Festival in Amsterdam, Rudolstadt).
Die Robert-Schumann-Philharmonie mit 108 Mitgliedern gilt als eines der Spitzenorchester Deutschlands und zeichnet sich neben dem regelmäßigen Einsatz im Theater Chemnitz in Oper, Operette, Musical, Ballett, Sinfonie-, Sonder-, Schüler- und Kammerkonzerten durch internationale Gastspieltätigkeit aus (u.a. New York, Athen, Tel Aviv, Salzburg, Rijeka). Diese renommierten Klassiker, die bekannt sind für ihr Interesse an anderen musikalischen Stilrichtungen, werden sowohl der russischen Volxmusik heutiger Tage das Ihrige entgegen setzen (Teile aus der "Jazz-Suite" von Schostakovich, "Candide" von Bernstein, "Ein Amerikaner in Paris" von Gershwin) als auch in eigens für das Festivals arrangierten Melodien das Zusammenspiel mit der Berliner Band zeigen. Da wird das Opernhaus in Schwingungen kommen!
Die Veranstaltung "7. Oktober" ist eine Gemeinschaftsveranstaltung mit der Städtische Theater Chemnitz gGmbH.
Eintritt: 9 bis 24,50 EUR zuzügl. Vorverkaufsgebühr.
Es gelten die üblichen Ermäßigungen