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PRESSEMITTEILUNG 101 Chemnitz, den 07.02.2018

Oberbürgermeisterin schlägt Ehrenbürgerschaft für Ingrid Mössinger vor

Dr. h.c. Ingrid Mössinger Dr. h.c. Ingrid Mössinger (Foto: Kristin Schmidt)

Die Generaldirektorin der Kunstsammlungen Chemnitz, Dr. h.c. Ingrid Mössinger, soll aufgrund ihrer Verdienste um die Kunstsammlungen und die Stadt Chemnitz mit der Ehrenbürgerschaft der Stadt geehrt werden. Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig schlägt dem Stadtrat die Würdigung vor. Das Gremium soll am 7. März darüber abstimmen.

Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig: „Ingrid Mössinger hat ihr profundes Wissen, ihre außergewöhnliche Professionalität, die ihr eigene charmante Beharrlichkeit, unerschütterlichen Mut und ein exzellentes Netzwerk über Jahrzehnte in den Dienst der Stadt Chemnitz gestellt. Sie hat bewiesen, was möglich ist, wenn Können und Ambition eine erfolgreiche Verbindung eingehen. Das Renommee, das die Kunstsammlungen dank Ingrid Mössinger genießen, hat Chemnitz in der ganzen Welt bekannter werden lassen. Es ist ihrem  Wirken zu verdanken, dass Chemnitz in einer Reihe genannt wird mit Kunst-Metropolen.“

Das Ehrenbürgerrecht als höchste Auszeichnung der Stadt Chemnitz wird gemäß der Satzung der Stadt Chemnitz über Ehrungen und Auszeichnungen „an Personen verliehen, die sich durch außerordentlich hohe Verdienste um die Entwicklung der Stadt ausgezeichnet haben oder die durch großen persönlichen Einsatz und ihr unmittelbares Wirken zur Repräsentanz der Stadt im nationalen und internationalen Leben beigetragen haben.“

Auf Ingrid Mössinger treffen beide Bedingungen in herausragender Weise zu. Sie prägte die Kunstsammlungen Chemnitz seit 1996. Sie hat seither in mehr als zwei Jahrzehnten nicht nur das Museum maßgeblich mit ausgebaut, sondern das Potenzial der Sammlung und ihre Tradition verstanden sowie zum Nutzen der Stadt eingesetzt. Ihre hochkarätigen und international beachteten Ausstellungen haben das Haus zu einer erstklassigen Adresse in der Kunstwelt gemacht. Unter Ingrid Mössingers Führung wurden die Kunstsammlungen vom Kunstkritikerverband AICA zum „Museum des Jahres 2010“ gekürt. Bereits seit 2001 stehen die Kunstsammlungen im Blaubuch der gesamtstaatlich bedeutsamen Kultureinrichtungen im Osten Deutschlands. 2003 wurden sie unter 163 Mitbewerbern von der Stiftung „Lebendige Stadt“ für das beste deutsche Museumskonzept ausgezeichnet.

Es ist vor allem der Museumsdirektorin zu verdanken, dass die einzigartige Kollektion des Münchner Galeristen Dr. Alfred Gunzenhauser mit mehr als 2.400 Werken der Klassischen Moderne 2003 in Chemnitz eine Heimat fand. Im Jahr 2007 wurde das eigens für die Sammlung umgebaute Museum Gunzenhauser eröffnet. Herausragende Verdienste erwarb sich Ingrid Mössinger auch durch die Erweiterung der Sammlung. Die Stadt verdankt Ingrid Mössinger zudem eine Vielzahl an Schenkungen von Werken berühmter Künstler.

Die von Ingrid Mössinger verantworteten Ausstellungen haben vielfach – auch international – für Aufsehen gesorgt: „Picasso et les femmes“ (2002), Edvard Munch (1999), Lucas Cranach (2005), Karl Schmidt-Rottluff (2016), Ernst Ludwig Kirchner (2007), die Peredwischniki (2012), Andy Warhol (2014) und viele andere. Eine gefeierte und bestaunte Weltpremiere gelang ihr mit der ersten Exposition der Werke Bob Dylans (2007). Die Zahl der Ausstellungen in der Amtszeit Ingrid Mössingers liegt bei zirka 170. Insgesamt wurden mehr als 500 Künstler aus 45 Ländern gezeigt.

Zugleich ist es Ingrid Mössinger gelungen, gemeinsam mit den Bürgern den Stolz auf „ihre“ Kunstsammlungen zu leben. Allein der Förderverein „Freunde der Kunstsammlungen Chemnitz“ zählt heute mehr als 1000 Mitglieder und ist damit der mitgliederstärkste Förderverein eines Museums für bildende Kunst in Sachsen. Kunst für alle zugänglich zu machen, zählte stets zu den Maximen Ingrid Mössingers – ein nachhaltig wirkendes Produkt dieses Anspruchs ist der Kunstbus Konrad, der seit 2011 Schülerinnen und Schüler in die Kunstsammlungen bringt.

Ingrid Mössinger ist für ihr Wirken vielfach ausgezeichnet worden. 2007 wurde ihr das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland verliehen. 2016 folgte das Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland. Mössinger ist zudem Trägerin der Sächsischen Verfassungsmedaille (2010) und des Sächsischen Verdienstordens (2014). Seit 2008 darf sie sich Ritter der französischen Ehrenlegion nennen, seit 2010 ist sie zudem Trägerin des Ritterkreuzes des dänischen Dannebrog-Ordens. Im gleichen Jahr wurde ihr auch der Mitteldeutsche Wirtschafts- und Kommunikationspreis „Heiße Kartoffel“ zuerkannt. Im Jahr 2015 wurde der Generaldirektorin die Ehrendoktorwürde der Technischen Universität Chemnitz verliehen. Ingrid Mössinger war zudem Mitglied des Hochschulrates der Universität der Künste Berlin und Mitglied des ZDF-Fernsehrates. Derzeit ist sie Mitglied des Hochschulrates der Hochschule für Bildende Künste Dresden und Mitglied des Kuratoriums der Hochschule Burg Giebichenstein Halle.

 
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Stadt Chemnitz

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