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PRESSEMITTEILUNG 521 Chemnitz, den 22.09.2015

Musikschulneubau wird mit Festwoche eingeweiht

Stadt investierte 2,3 Mio. Euro in den Bau – Neuer Konzertsaal und weitere Probenräume entstanden

Seit 2003 verdoppelte sich die Schülerzahl der Städtischen Musikschule auf heute 2100. So kam die Einrichtung in der denkmalgeschützten Villa an der Gerichtsstraße auf dem Kaßberg an ihre räumliche Kapazitätsgrenze. Auf Grundlage des im September 2012 gefassten Stadtratsbeschlusses hat das um 1881 errichtete historische Gebäude der Musikschule nun einen rund 2,3 Mio. Euro teuren Erweiterungstrakt erhalten. Dieser wird am kommenden Samstag um 18 Uhr mit einem Eröffnungskonzert aller Musikschulsparten vor 150 geladenen Gästen eingeweiht und im Anschluss während einer Festwoche bis zum 2. Oktober der Öffentlichkeit präsentiert.

Musikschuldirektorin Nancy Gibson: „Wir – die Lehrerinnen und Lehrer und vor allem die Schülerinnen und Schüler und ich – sind glücklich über unseren neuen Saal. Es ist wunderbar, dass wir am Wochenende eröffnen können und nun über einen eigenen Konzertsaal verfügen. Die Akustik ist einfach toll! Wir freuen uns auf zahllose Konzerte – von Klassik, Sprechtheater über Kammermusik bis hin zu Rock und Pop.“
 
 
Mehr Platz für Unterricht und Proben – Chemnitz erhält eine weitere Konzertstätte
 
Rund 800 Quadratmeter Fläche hat die Musikschule durch den Neubau hinzugewonnen. Alt- und Neubau verfügen über jetzt insgesamt 60 Unterrichtsräume – acht mehr als zuvor. Und zum vorhandenen kleinen Konzertsaal ist noch die moderne große Spielstätte hinzugekommen.
 
Allein im Anbau entstanden sechs Unterrichtszimmer und ein Bandproberaum sowie zwei Verwaltungsbüros. Durch den hinzugewonnenen Platz sind zudem frühere Verwaltungsräume im Altbau ebenfalls für Unterrichtszwecke nutzbar. Bis Februar sollen im Altbau-Keller noch fünf weitere Unterrichtszimmer für Schlagzeuger renoviert sein.
 
Der jetzt fertig gestellte zweigeschossige, voll unterkellerte Neubau besteht aus einem schlichten Baukörper und dem darin eingebetteten Konzertsaal. Dieser als Kubus konzipierte Raum bildet das Herz der Gesamtanlage. Mit seiner mobilen, maximal 199 Sitzplätze umfassenden Bestuhlung ist der 250 Quadratmeter große Saal mit Bühne vielseitig verwendbar. So wird diese Spielstätte außer der Städtischen Musikschule auch Chemnitzer Vereinen als Veranstaltungsort zur Verfügung stehen.
 
Bauchronik
 
Eine ungenutzte Turnhalle musste Ende 2012weichen, um Platz für den Anbau zu schaffen. Der Abbruch der Sporthalle stellte die Planer zunächst vor die Herausforderung, die zum Bauverzug führte. Die durch den Abriss freigelegte Villa-Giebelwand musste durch Stahlträger im Erdreich und das Verfestigen mit Beton gesichert werden, erst danach konnten Firmen mit dem Aushub der Baugrube fortfahren.
 
Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig und Musikschulleiterin Nancy Gibson vollzogen am 10. Juni 2013 den ersten Spatenstich für das neue Gebäude.
 
Nach rund sechs Monaten stand der Rohbau und der Innenausbau konnte beginnen. Beteiligt daran waren 35 Unternehmen aus Chemnitz und der Region – darunter Gewerke wie Maler, Tischler, Elektriker, Fußbodenleger, Klempner und Trockenbauer. Anspruchsvoll gestalteten sich beispielsweise die Elektroarbeiten, da Installationen eines solchen Zweckbaus mit Bühnenbeleuchtung und Beschallung speziellen technischen Anforderungen genügen müssen.
 
Planer und Architekten legten neben der Bau- und Raumakustik besonderes Augenmerk auf den Schallschutz. Denn beim Üben – insbesondere bei Schlagzeug- und Bandproben – treten enorme Lautstärken von bis zu 105 Dezibel auf.
 
Spezielle bauliche Vorkehrungen – wie beispielsweise dämmende Decken und Wände oder Vorhänge – ermöglichen gleichzeitiges ungestörtes Üben verschiedener Musiker und Ensembles. So trennt eine Glasfront das eigens gedämmte Refugium der Schlagzeuger vom Aufnahmestudio, in dem DJs ihrer Profession nachgehen können.
 
Neben den Proben- und Unterrichtsräumen ist besonders auch der repräsentative Eingangsbereich des neuen Konzertsaals erwähnenswert. Schickes puristisches Interieur prägt das Entree mit seinen Platz sparenden in der Wand versenkbaren Garderoben. Diese hatte Innenarchitektin Barbara Graupner von der Firma Atelier n4 erdacht, um die Empfangshalle großzügig wirken zu lassen. Neben dem Farbkonzept in Blau- und Grautönen, das sich im Saal und dessen Mobiliar ebenso fortsetzt wie in anderen Bereichen, spiegeln selbst kleinste Details den Sinn der Innenarchitektin fürs Besondere wider: So sind Signets der WCs für Damen als Violin- und für Herren als Bassschlüssel dargestellt.
 
Der neue Anbau ist barrierefrei über einen Aufzug erreichbar. Ebenso sind energetische Aspekte beim Bau des Gebäudes berücksichtigt worden.
 
Die Chemnitzer sind nun eingeladen, bei Veranstaltungen und Konzerten während der Festwoche vom 26. September bis 2. Oktober, die modernisierte und räumlich vergrößerte Musikschule zu erkunden.
 
 
Rundgang durch die vergrößerte Musikschule
 
Erdgeschoss
Den Erweiterungsneubau betreten Besucher über einen repräsentativen Eingangsbereich. Barrierefreien Zutritt zum Neubau und zu Teilen des Altbaus gewährt zudem ein Aufzug, der sich zentral zwischen Alt- und Neubau befindet.
 
Das in Grautönen gestaltete Foyer mit verspiegelter Wandfläche und seiner Informationstheke ist der Haupteingang zum Konzertsaal und zugleich erste Anlaufstelle für Besucher des Hauses. Seitlich am 250 Quadratmeter großen, 199 Sitzplätze fassenden Konzertsaal, der mit einer Bühne ausgestattet ist, schließen sich Räume zur Vorbereitung der Musiker an.
 
Besonderen Wert legte man darauf, dass der Konzertsaal und seine Nebenräume separat erreichbar und somit von Dritten für Veranstaltungen zu nutzen ist.
 
Vom Foyer aus führt ein Übergang in die historische Musikschulvilla. Dort hat man kleine bauliche Veränderungen vorgenommen, beispielsweise Räume zusammengelegt, um sie für Unterrichtszwecke zu nutzen. Nach Denkmalschutzvorgaben ist zudem ein repräsentativer Wartebereich für die Gäste gestaltet worden.
 
Erstes Obergeschoss
Über das Villen-Treppenhaus und ebenso über den barrierefreien Aufzug zwischen An- und Altbau gelangen Besucher ins erste Obergeschoss des neuen Komplexes. Auf dieser Ebene befinden sich neben zwei Büroräumen die Technikbereiche sowie die Technikgalerie des Konzertsaales. Zwischen Alt- und Neubau bietet dieses Geschoss einen niveaugleichen Übergang.
 
Zweites und drittes Geschoss
Hier wurden im Altbau keine baulichen Veränderungen an vorhandenen Raumstrukturen vorgenommen. Da sich auf dieser Ebene des Erweiterungsneubaus keine Räume befinden, musste diese Etage nicht barrierefrei erschlossen werden.
 
Keller
Über das Treppenhaus des denkmalgeschützten Gebäudes wie auch über den neuen Aufzug gelangen Besucher ins Kellergeschoss des Erweiterungsneubaus. Dort befinden sich die Unterrichtsräume des Fachbereichs Rock/Pop/Jazz. Da dessen Proben einen erheblichen Schallpegel erzeugen, wurde dieser Gebäudebereich mit eigens zum Schallschutz eingesetzten Wänden, Decken und Vorhängen versehen.
 
Das Kellergeschoss hatte sich zur Unterbringung speziell dieses hohe Geräuschpegel erzeugenden Fachbereiches angeboten, da es unter anderem durch bauliche Gegebenheiten ausreichend natürliches Licht wie auch Belüftung bietet. Im Kellergeschoss befinden sich sechs Unterrichtsräume des genannten Fachbereiches, darunter ein Aufnahmestudio, der Bandproberaum sowie die Haustechnik.
 
Im Altbau, in unmittelbarer Nähe des Übergangs zum neuen Musikschultrakt, haben die Bauunternehmen außerdem einen neuen Sanitärbereich geschaffen.
 
Energetische Maßnahmen
Der Neubau ist nach EnEV 2009 errichtet worden. All seine Bauteile verfügen somit über verbesserten Wärmeschutz und minimieren beispielsweise durch ein Windfangkonzept im Eingangsbereich des neuen Komplexes sowie durch kontrollierte Aufzugsschachtentlüftung Wärmeverluste.
 
Pressestelle
Stadt Chemnitz

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